Eine Perspektive für junge Geflüchtete

St. Augustinus Gruppe und Kompass D nehmen Engagement wieder auf

(20.07.2022) Neugierig erkunden sie den umgebauten Promotion-Bus der St. Augustinus Gruppe, lassen sich in die Welt der Pflege und Medizin einführen: Rund zehn junge Geflüchtete aus unterschiedlichen Ländern erhalten diesen ersten Einblick als Entscheidungshilfe. Wer Interesse hat, kann im Anschluss ein Praktikum in dem Gesundheits- und Sozialunternehmen machen und hat dann sogar die Chance auf einen Ausbildungsvertrag. Möglich wird das durch die enge Zusammenarbeit der St. Augustinus Gruppe mit Kompass D. Nach über zwei Jahren Pandemie startet das Projekt wieder richtig durch.

Junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt zu etablieren, ihnen eine Perspektive zu geben: Das ist das Ziel der Initiative, die bereits 2016 startete. „Durch die Kooperation konnten wir vielen Geflüchteten Praktika anbieten. Einige haben sogar ihre Ausbildung bei uns angefangen und inzwischen erfolgreich abgeschlossen“, sagt Fatima Meyer-Hetling, Mentorin für Geflüchtete bei der St. Augustinus Gruppe. Die Initiative Kompass D vermittelt die jungen Menschen und bereitet sie im speziellen Unterricht auf das Berufsleben vor. So bekommen die Neu-Neusser nicht nur Deutschstunden, sondern erfahren Grundlegendes über Staat, Gesellschaft und Arbeitswelt, Sitten und Gebräuche, Regeln, Rechte und Pflichten. Computer- und Erste-Hilfe-Kurse sowie verschiedene Ausflüge runden das Angebot ab. „Wir sind sehr froh, dass wir nach zwei Jahren Pandemie wieder das volle Programm bieten können. Der Bedarf ist jedenfalls da“, sind sich Ikhlas Schumacher und Jan Wucherpfennig von Kompass D einig. Aktuell sind 70 junge Menschen angemeldet. Einer von ihnen ist Ansari Ahmad Qasim, der auch beim jüngsten Schnuppertag der St. Augustinus Gruppe dabei war. Der 19-Jährige kam im August 2021 mit seinen Eltern und sieben Geschwistern aus Afghanistan nach Deutschland. In dieser Zeit hatten die Taliban enorme Gebietsgewinne in seinem Heimatland verzeichnet. Dass er nun wieder eine Alltagsstruktur und eine Perspektive bekommt, macht ihn sehr froh: „Es ist toll, dass wir auf diesem Weg so viele unterschiedliche Berufe kennenlernen und wichtige Kontakte knüpfen können. Das macht für uns vieles einfacher.“

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News und Aktuelles

Suppenküche der St. Augustinus Gruppe blickt auf herausforderndes Jahr zurück

(21.12.2022) Der Bedarf ist in diesem Jahr noch einmal gewaltig gewachsen: In Spitzenzeiten warteten 70 Männer und Frauen auf eine warme Mahlzeit der Suppenküche vor dem Haus St. Agnes an der Nordkanalallee – jeden Tag. „Die Folgen des Krieges in der Ukraine sind auch bei uns deutlich zu spüren“, sagt Magdalena Hackl, Geschäftsführerin der Behindertenhilfe der St. Augustinus Gruppe, die die Suppenküche gemeinsam mit der Seniorenhilfe und dem Alexius/Josef Krankenhaus betreibt. Trotz Energiekrise und gestiegener Lebensmittelpreise ist das Team an 365 Tagen im Jahr für die Menschen in Not da. 22 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind täglich im Einsatz.

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Assistierter Suizid: St. Augustinus Gruppe stellt Positionspapier vor

(21.11.2022) Als das Bundesverfassungsgericht am Aschermittwoch 2020 den Strafgesetzbuch-Paragraphen 217 für verfassungswidrig erklärte, war dies ein Paukenschlag: Das Recht auf selbstbestimmtes Sterben schließe auch das Recht ein, hierzu die Hilfe Dritter in Anspruch zu nehmen. Das beschränkt sich nicht auf bestimmte Motive wie schwere Krankheiten, sondern sei in jeder Phase menschlicher Existenz zuzulassen.

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Augustinus Forum zum Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine

(10.11.2022) Es war ein emotionaler Moment, als zum Ende des Augustinus Forums die Hymne der Ukraine in der Mehrzweckhalle des Alexius/Josef Krankenhauses erklang. Ein Streichquartett der Musikschule Neuss spielte zunächst die ukrainische und dann die Europahymne – rund 350 Zuhörerinnen und Zuhörer standen und applaudierten anschließend anhaltend.

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