Herzlich Willkommen im Fachbereich Psychiatrie

Die Psychiatrie befasst sich mit psychischen Erkrankungen und seelischen Belastungen, die Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen. Im NeuroCentrum begleiten wir Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen – von der differenzierten Diagnostik bis zur individuell abgestimmten psychiatrischen Behandlung.

Unser Ziel ist es, Ursachen verständlich einzuordnen, Symptome zu lindern und die seelische Stabilität nachhaltig zu fördern. Dabei nehmen wir uns Zeit für eine ganzheitliche Betrachtung der persönlichen Situation und unterstützen Schritt für Schritt dort, wo psychische Belastungen den Alltag einschränken. Gemeinsam arbeiten wir daran, Ressourcen zu stärken, Orientierung zu geben und Selbstständigkeit sowie Lebensqualität zu erhalten.

Therapie- und Behandlungsangebote

Schnell im Überblick

Krankheitsbilder

ADHS

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) ist eine neuropsychiatrische Störung, die sich durch anhaltende Schwierigkeiten in den Bereichen Aufmerksamkeit, Impulssteuerung und – je nach Ausprägung – motorische Unruhe äußert. Die Symptome können sich unter anderem in Konzentrationsproblemen, innerer Unruhe, Vergesslichkeit, impulsivem Verhalten oder einer erhöhten Ablenkbarkeit zeigen und werden von Betroffenen häufig als belastend im Alltag, im Beruf oder in sozialen Beziehungen erlebt. Man unterscheidet dabei vorwiegend einen unaufmerksamen Typ, einen hyperaktiv-impulsiven Typ sowie eine kombinierte Form.

Die Diagnostik erfolgt durch den Facharzt für Psychiatrie oder Neurologie auf Grundlage einer ausführlichen persönlichen Befragung (Anamnese), der Erhebung der aktuellen Symptomatik sowie einer klinischen Untersuchung. Ergänzend kommen standardisierte psychologische Testverfahren, Fragebögen und – bei Bedarf – weiterführende Untersuchungen wie EEG oder Laboruntersuchungen zum Einsatz, um andere Ursachen oder differentialdiagnostische Erkrankungen auszuschließen und eine fundierte Diagnose zu stellen.

Angst und Phobie

Angst gehört als Emotion zu einem natürlichen Gefühlserleben wird aber häufig als sorgenvoll, bedrohlich, beherrschend und krankmachend empfunden. Zu unterscheiden sind: Angst als vorherrschende unspezifisch übersteigerte ängstliche Grundstimmung , Phobie als nicht unterdrückbare Angst auf eine bestimmte Situation, einen Gegenstand oder ein Tier bezogen und Panik als paroxysmal ( = plötzlich und anfallsartig) meist grundlos auftretende Angst mit Herzrasen, schneller Atmung (Hyperventilation), plötzlichem Schwitzen.

Der Nervenarzt oder der Psychiater grenzt durch eine eingehende persönliche Befragung (Anamnese) und körperliche Untersuchung die Ursache ein. Durch weiterführende Zusatzuntersuchungen wie psychologische Testverfahren, EEG (Elektroencephalographie), Labor werden andere differentialdiagnostische Erkrankungen des Körpers oder des Gehirnes ausgeschlossen oder diagnostiziert.

Depression

Depressionen sind häufige auftretende Störungen der Stimmung. Die Krankheitsbezeichnung lautet depressive Episode oder rezidivierende (wiederkehrende) depressive Störung in unterschiedlicher Ausprägung Charakteristische Symptome sind depressive Stimmung, Verlust von Interesse und Freude sowie eine erhöhte Ermüdbarkeit.

Zusätzlich können Antriebsstörungen, Schlafstörungen, eine übertriebene Sorge um die Zukunft, das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Minderwertigkeitsgefühle, Hilflosigkeit, sowie soziale Isolation, übersteigerte Schuldgefühle oder Selbstentwertung auftreten.

Die Betroffenen leiden häufig auch an einer raschen Ermüdbarkeit, verringerten Konzentrations- und Entscheidungsfähigkeit, Denkhemmung, sinnloses Gedankenkreisen, abnormen Reizbarkeit oder Ängstlichkeit. Auch kann sich das sexuelle Interesse vermindern oder erlöschen. Depressive Krankheitsphasen können mit körperlichen Symptomen einhergehen, so genannten Vitalstörungen, wie Appetitstörungen, häufig auch mit Schmerzen in ganz unterschiedlichen Körperregionen, am typischsten mit einem quälenden Druckgefühl auf der Brust.

Die ärztliche Behandlung ist in der Regel zweigleisig. Sie besteht in der Führung des Patienten durch das psychiatrische/ärztliche Gespräch (nicht gleichzusetzen mit einer Psychotherapie) und in der Gabe von Antidepressiva. Eine Kombination von Psychotherapie und medikamentöser Behandlung kann sinnvoll sein. Zusätzlich kann die Teilnahme an Selbsthilfegruppen hilfreich sein, die Informiertheit zu verbessern, Eigenverantwortung zu stärken und Selbstvertrauen wieder zu erlangen.

Psychose

Eine Psychose bezeichnet eine Gruppe schwerer psychischer Störungen, die mit einem zeitweiligen weitgehenden Verlust des Realitätsbezugs einhergehen. Der Begriff wird oft synonym mit dem Begriff der Schizophrenie verwendet. Tatsächlich handelt es bei Psychosen sich um einen Überbegriff, unter dem organisch bedingte psychotische Störungen, die psychotischen Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis; die Manien, der Wechsel zwischen Manien und Depressionen (bipolare affektive Psychose) und die schweren Depressionen (affektive Psychose) zusammengefasst werden.

Die genauen Ursachen der nichtorganischen Psychosen bis heute nicht bekannt. Eindeutiger sind die Ursachen bei organischen Psychosen, die sich auf der Grundlage einer Hirnerkrankung (bspw. Schädel-Hirn-Trauma, Demenz). Auch können exogen zugefügte Substanzen (bestimmte Medikamente und Drogen) psychotische Störungen auslösen. Bei den Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis bilden Wahnvorstellungen, Halluzinationen (üblicherweise akustische Halluzinationen in Form von miteinander sprechenden, Befehle erteilenden, schimpfenden oder die Handlungen des Erkrankten kommentierenden Stimmen, seltener Körperhalluzinationen oder Geschmacks-/Geruchshalluzinationen) neben den so genannten Ich-Störungen (eine Gruppe von Symptomen, die mit einem Verlust der Ich-Grenzen einhergehen) die Kernsymptome.

Nach der diagnostischen Einschätzung inklusive Durchführung weiterer Zusatzuntersuchungen wie psychologischen Testverfahren, EEG ( Elektroencephalographie) und Labor zum Ausschluss von Erkrankungen des Körpers oder des Gehirnes erfolgt eine Therapie mit Medikamenten, soziotherapeutischen und edukativen Maßnahmen (auch unter Einbeziehung der Angehörigen). Dies dient neben der Rückbildung der akuten Symptome dem Verbleib im jeweiligen sozialen Gefüge und der Verringerung des Risikos eines chronischen Krankheitsverlaufes.

Bei den affektiven Psychosen bestimmen Störungen der Stimmung entweder in Form einer Hochstimmung (Manie), einer Depression oder aber eines ständigen Wechsels zwischen beiden Stimmungspolen (bipolare Störung) das klinische Bild. Bei den Depressionen zählen nur die schweren Depressionen zu den psychotischen Störungen (früher auch als endogene Depression bezeichnet). Zusätzliche Symptome einer Depression sind die Unfähigkeit, Gefühle wahrzunehmen (nicht nur Freude, auch Traurigkeit oder Wut werden nicht mehr empfunden), Antriebsarmut bis hin zu völligen Lähmung jeglicher Aktivitäten und bei den hier beschriebenen schweren Depressionen auch Wahngedanken (zum Beispiel Verarmungswahn).

Bei Manien entwickeln sich dagegen Größenideen, Hyperaktivität, Ideenflut, ein übersteigerter Redefluss und oft völlige Überschätzung der eigenen Möglichkeiten. Nach diagnostischer Einschätzung und Ausschluss organischer Ursachen (psychologischen Testverfahren, EEG und Labor) wird die medikamentöse Therapie je nach Phase der Erkrankung mit akuten Maßnahmen zur Symptomrückbildung und Maßnahmen zur Phasenprophylaxe gestaltet. Gegebenenfalls sind bei Manien und schweren Depressionen die gleichen soziotherapeutischen Maßnahmen erforderlich wie bei schizophrenen Psychosen.

Zwangsstörung

Unter einer Zwangsstörung werden alle sich aufdrängenden Gedanken, Handlungen und Impulse bezeichnet, die trotz Wissen um deren Unsinnigkeit verfolgt und oder ausgeführt werden. Je nach ursächlicher Diagnose und Schweregrad erfolgt eine Therapie mit Medikamenten, psychotherapeutischer Behandlung (verhaltens- oder tiefenpsychologisch), Entspannungstechniken (z. B. autogenes Training, in Gruppe oder Einzelbehandlung, Muskelentspannung nach Jacobson), Biofeedbacktherapie, Neurofeedback und ggf. mit Akupunktur.

Diagnostik

ADHS

Die Diagnosestellung erfolgt durch eine ausführliche Anamnese mit Erhebung der aktuellen Symptome sowie der Entwicklungsgeschichte. Ergänzend werden standardisierte Fragebögen und psychologische Testverfahren eingesetzt. Bei Bedarf helfen weitere Untersuchungen wie EEG oder Laboruntersuchungen, andere Ursachen auszuschließen.

Angststörungen und Phobien

Angst- und Phobiestörungen werden durch ein ausführliches ärztliches Gespräch, die Beschreibung der Angstsymptome und deren Auslöser diagnostiziert. Mithilfe strukturierter Interviews und Fragebögen wird die Art der Angst eingegrenzt. Körperliche Untersuchungen dienen dem Ausschluss somatischer Ursachen.

 

Depression

Die Diagnostik erfolgt anhand einer detaillierten Anamnese, in der Stimmung, Antrieb, Schlaf, Konzentration und Belastungsfaktoren erfasst werden. Standardisierte Depressionsskalen und Fragebögen unterstützen die Einschätzung. Ergänzende Untersuchungen können erforderlich sein, um körperliche Ursachen abzuklären.

Psychosen

Bei psychotischen Erkrankungen stehen die Erfassung von Wahrnehmungs-, Denk- und Realitätsveränderungen im Vordergrund. Die Diagnostik umfasst ein ausführliches Gespräch, eine klinische Untersuchung sowie gegebenenfalls psychologische Testverfahren. Ergänzende apparative oder laborchemische Untersuchungen dienen dem Ausschluss organischer Ursachen.

Zwangsstörungen

Die Diagnosestellung erfolgt durch die gezielte Erfassung von Zwangsgedanken und Zwangshandlungen im Rahmen eines strukturierten Gesprächs. Fragebögen und psychologische Tests helfen, Art und Schwere der Symptome zu bestimmen. Auch hier werden körperliche Ursachen differenzialdiagnostisch berücksichtigt.

Therapie

Therapien im Bereich Neurologie und Psychiatrie erfolgen zumeist in Form von Medikamenten oder Gesprächen (psychiatrisch, psychologisch). 

Unser Team

Wegweisend. Menschlich. Stark. Für Ihre Gesundheit.

Dr. med. Bernd Wendtland

Facharzt für Nervenheilkunde, Arzt für Neurologie

Claudia Jablonka

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie

Dr. med. Monika Köchling

Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie

Eckehard Drees

Facharzt für Nervenheilkunde

Anna Cetinerová Baranová

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie

Haliunaa Jakob

Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie

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