Das NeuroCentrum Grevenbroich bietet die neue Antikörperbehandlung an
Die Diagnose Alzheimer verändert das Leben – für Betroffene ebenso wie für Angehörige. Doch seit Kurzem gibt es mit modernen Antikörpertherapien neue Hoffnung. Im Neurocentrum Grevenbroich ist jetzt die Behandlung mit den neu zugelassenen Medikamenten Lecanemab (Handelsname Leqembi) und Donanemab (Handelsname Kisunla) gestartet. „Alzheimer ist zwar nicht heilbar, aber behandelbar – vor allem, wenn die Erkrankung früh erkannt wird“, erklärt Dr. Monika Köchling, Neurologin im Neurocentrum. „Mit den neuen Antikörpern können wir das Fortschreiten der Krankheit bei geeigneten Patientinnen und Patienten spürbar verlangsamen. Das bedeutet mehr Zeit mit mehr Lebensqualität.“ Die beiden Antikörpermedikamente richten sich gezielt gegen sogenannte Amyloid-Plaques, das sind Eiweißablagerungen im Gehirn, die als Mitverursacher der Alzheimer-Erkrankung gelten. Die Therapie kann das Fortschreiten der Krankheit um mehrere Monate, teilweise sogar um über ein Jahr verzögern.
Die Therapie ist nur für ausgewählte Patientinnen und Patienten geeignet.
„Nicht jede oder jeder kommt für diese Behandlung infrage“, so Dr. Köchling. Erforderlich sind unter anderem der Nachweis krankhafter Amyloid-Ablagerungen, ein aktuelles MRT sowie ein Gentest, der die genetische Risikovariante ApoE4 untersucht. Trägerinnen und Träger von zwei Kopien dieses Gens haben ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Hirnblutungen oder -schwellungen. Umso wichtiger sind eine sorgfältige Diagnostik und eine engmaschige Begleitung. Aktuell erhalten bereits mehrere Patientinnen und Patienten die neue Therapie im NeuroCentrum Grevenbroich. Während des gesamten Behandlungsprozesses werden sie individuell betreut – von der Diagnostik über die Infusionen bis hin zu regelmäßigen Kontrolluntersuchungen.
Enge Zusammenarbeit für kurze Wege
Möglich wird das durch die enge Zusammenarbeit innerhalb der St. Augustinus Gruppe. Die interdisziplinäre Vernetzung mit der Radiologie, den Kliniken und den Hausärztinnen und -Ärzten sorgt für kurze Wege und eine ganzheitliche Versorgung. Eine zentrale Rolle spielt dabei Christine Schmitz, die als Lotsin sämtliche Termine und Abläufe koordiniert. Sie ist die erste Ansprechpartnerin für Patientinnen, Patienten und Angehörige – von der Aufklärung über die Infusionstermine bis zur Nachsorge. Wer sich für die neue Alzheimer-Therapie interessiert oder mehr über die Voraussetzungen erfahren möchte, kann sich direkt an unsere Lotsin wenden.