Für bestimmte Patientinnen und Patienten mit einer frühen Alzheimer-Erkrankung stehen medikamentöse Behandlungsverfahren zur Verfügung, die in Form einer Infusion verabreicht werden. Ob eine solche Behandlung infrage kommt, hängt von verschiedenen medizinischen Voraussetzungen ab und kann nur nach einer umfassenden Diagnostik beurteilt werden.

Im NeuroCentrum bieten wir die erforderliche spezialisierte Diagnostik und individuelle ärztliche Beratung an. Bei entsprechender medizinischer Indikation können auch Infusionstherapien sowie die erforderlichen Kontrolluntersuchungen innerhalb unseres Versorgungsnetzwerks durchgeführt werden.

Infusionstherapien mit Lecanemab und Donanemab

Antikörpertherapie

Für bestimmte Patientinnen und Patienten mit einer frühen Alzheimer-Erkrankung stehen Antikörpertherapien zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise die Wirkstoffe Lecanemab und Donanemab, die als Infusion verabreicht werden. Die Antikörper richten sich gegen bestimmte Formen des Proteins Amyloid-beta, das bei der Alzheimer-Erkrankung eine Rolle spielt. Die Behandlung ist an klar definierte medizinische Voraussetzungen gebunden und kommt nicht für alle Menschen mit einer Alzheimer-Erkrankung infrage. Vor einer möglichen Behandlung ist daher eine umfassende Diagnostik erforderlich. Anschließend wird individuell geprüft, ob die medizinischen Voraussetzungen für eine Infusionstherapie vorliegen. Dabei werden auch mögliche Risiken und Gegenanzeigen berücksichtigt.

Ob eine Behandlung mit Lecanemab oder Donanemab für Sie infrage kommt, kann nur nach entsprechender Diagnostik und individueller ärztlicher Beratung beurteilt werden.

Diagnostik und Behandlung bei früher Alzheimer-Erkrankung

Früherkennung schafft Klarheit

Ihr Behandlungsweg

Von der Diagnostik bis zur möglichen Therapie

Eine Infusionstherapie bei früher Alzheimer-Erkrankung erfordert eine spezialisierte Diagnostik und medizinische Begleitung. Innerhalb der St. Augustinus Gruppe können die dafür erforderlichen Untersuchungen und Behandlungsschritte aufeinander abgestimmt werden.

  1. Spezialisierte Diagnostik: Zunächst wird geklärt, welche Ursache den kognitiven Veränderungen zugrunde liegt und welche weiteren Untersuchungen erforderlich sind.
  2. Weiterführende Diagnostik: Je nach individueller Situation können unter anderem bildgebende Untersuchungen sowie eine Biomarker- oder Liquordiagnostik erforderlich sein.
  3. Ärztliche Beurteilung: Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse wird geprüft, ob die medizinischen Voraussetzungen für eine Infusionstherapie vorliegen. Nutzen und mögliche Risiken werden individuell besprochen.
  4. Infusionstherapie: Besteht eine entsprechende medizinische Indikation und wird gemeinsam eine Behandlung beschlossen, kann die Infusionstherapie an einem unserer spezialisierten Standorte erfolgen.
  5. Kontrolluntersuchungen: Während der Behandlung erfolgen die für die jeweilige Therapie vorgesehenen ärztlichen und bildgebenden Kontrolluntersuchungen.

Voraussetzungen

Für wen kann eine Infusionstherapie infrage kommen?
Antikörpertherapien sind für bestimmte Patientinnen und Patienten in einem frühen Stadium der Alzheimer-Erkrankung zugelassen. Dazu gehören unter definierten medizinischen Voraussetzungen auch Menschen mit einer leichten kognitiven Beeinträchtigung (MCI) aufgrund einer Alzheimer-Erkrankung. Vor einer möglichen Behandlung muss unter anderem geklärt werden, ob die für die jeweilige Therapie erforderlichen diagnostischen Kriterien erfüllt sind. Neben einer neurologischen und neuropsychologischen Untersuchung können dazu auch bildgebende Verfahren sowie eine spezialisierte Biomarkerdiagnostik gehören. Es werden auch weitere gesundheitliche Voraussetzungen und mögliche Risikofaktoren berücksichtigt.

Ob eine Behandlung für Sie infrage kommt, kann nur nach entsprechender Diagnostik und ärztlicher Beratung individuell beurteilt werden.

Sicherheit im Blick

Nutzen und Risiken individuell abwägen

Eine Antikörpertherapie kann eine Alzheimer-Erkrankung nicht heilen. Ob und in welchem Umfang eine Patientin oder ein Patient von einer Behandlung profitieren kann, lässt sich im Einzelfall nicht vorhersagen. Wie andere Arzneimittel können auch Antikörpertherapien Nebenwirkungen verursachen. Dazu gehören unter anderem sogenannte Amyloid-Related Imaging Abnormalities (ARIA), die beispielsweise als Flüssigkeitsansammlungen oder kleinere Blutungen im Gehirn auftreten können. Vor einer möglichen Behandlung werden deshalb individuelle Risikofaktoren berücksichtigt. Während der Therapie sind regelmäßige medizinische Kontrollen erforderlich. Unsere Ärztinnen und Ärzte informieren ausführlich über die Voraussetzungen sowie den möglichen Nutzen und die Risiken einer Behandlung. Die Entscheidung für oder gegen eine Therapie wird auf Grundlage der individuellen medizinischen Situation getroffen.

Spezialisierte Versorgung

Diagnostik und Therapie im Netzwerk

Innerhalb der St. Augustinus Gruppe arbeiten verschiedene spezialisierte neurologische Einrichtungen bei der Diagnostik und Behandlung kognitiver Erkrankungen zusammen. Je nach individuellem Bedarf können einzelne diagnostische und therapeutische Leistungen oder mehrere aufeinander abgestimmte Schritte innerhalb des Netzwerks erfolgen – von der spezialisierten Abklärung und weiterführenden Diagnostik bis zu einer möglichen Infusionstherapie und den erforderlichen Kontrolluntersuchungen.

 

Persönlich für Sie da

Sie haben Fragen?

Bei Ihnen wurde bereits eine leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI) oder eine frühe Alzheimer-Erkrankung festgestellt und Sie möchten wissen, welche weiteren diagnostischen oder therapeutischen Schritte für Sie infrage kommen könnten? Unsere Lotsin Christine Schmitz unterstützt Sie bei der Orientierung und vermittelt Ihnen bei Bedarf den passenden Ansprechpartner innerhalb unseres Netzwerks.

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