Wenn das Gedächtnis nachlässt, Namen einem nicht mehr sofort einfallen oder die Konzentration schwerer fällt als früher, können viele Ursachen dahinterstecken. Das bedeutet nicht automatisch, dass eine Demenzerkrankung vorliegt. Treten Gedächtnisprobleme jedoch häufiger auf oder werden sie im Alltag spürbar, kann eine frühzeitige Abklärung sinnvoll sein. Denn gerade bei der Alzheimer-Erkrankung haben sich Diagnostik und Behandlung in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Veränderungen können heute früher und genauer untersucht werden. Für bestimmte Patientinnen und Patienten mit einer frühen Alzheimer-Erkrankung stehen zudem neue Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Je früher die Ursache von Gedächtnisveränderungen geklärt wird, desto früher können passende nächste Schritte eingeleitet werden.

Diagnostik und Behandlung bei Alzheimer

Früherkennung schafft Klarheit

Was ist Alzheimer?

Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Erste Anzeichen sind Gedächtnislücken, Orientierungsprobleme oder Veränderungen im Verhalten. Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass die molekularen Veränderungen im Gehirn bereits zehn bis fünfzehn Jahre vor dem Auftreten von kognitiven Störungen nachweisbar sind.

Eine sichere Diagnose ist entscheidend – denn ähnliche Symptome können auch durch Depressionen oder andere Ursachen entstehen.

Präzise Diagnostik

In unseren spezialisierten Einrichtungen kommen etablierte, wissenschaftlich anerkannte Verfahren der Diagnostik zum Einsatz:

  • Ausführliche neuropsychologische Tests
  • Bildgebende Verfahren
  • Laboranalysen

Auf dieser Grundlage erfolgt eine individuelle ärztliche Beurteilung möglicher weiterer diagnostischer und therapeutischer Schritte.

Behandlungsmöglichkeiten

Wir begleiten Betroffene und Angehörige mit einem umfassenden Therapiekonzept:

  • Medikamentöse Ansätze
  • Neue Therapieoption: Infusionstherapie mit Lecanemab oder Donanemab
  • Nicht-medikamentöse Verfahren wie transkranielle Stimulationsmethoden (TPS)
  • Ergotherapie, Physiotherapie und neuropsychologische Begleitung
  • Beratungs- und Unterstützungsangebote für Angehörige

Neue Therapieoption mit Lecanemab und Donanemab

Voraussetzungen, Chancen und Grenzen

Die Europäische Kommission hat Antikörpertherapien für bestimmte Patientengruppen im frühen Stadium der Alzheimer-Erkrankung zugelassen. Diese Therapieansätze zielen auf krankheitstypische Veränderungen im Gehirn ab und werden derzeit unter klar definierten Voraussetzungen eingesetzt.

 

Für wen kommt die Therapie in Frage?

  • Patientinnen und Patienten im frühen Stadium der Alzheimer-Krankheit
  • Personen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI)
  • Nur wenn Amyloid-Plaques eindeutig nachgewiesen wurden (z. B. mittels PET-Scan oder Liquorpunktion)

 

Für wen kommt die Therapie nicht in Frage?

  • Personen im fortgeschrittenen Stadium der Alzheimer-Erkrankung
  • Menschen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen
  • Homozygote ApoE4-Träger (Personen mit zwei ApoE4-Genkopien) – aufgrund eines erhöhten Risikos für ARIA unter der Therapie
     

Behandlung aus einer Hand

Ihr Vorteil bei uns:

Wir bieten eine wohnortnahe und verlässliche Versorgung für Menschen mit Demenzerkrankungen an. Dabei stehen individuelle Begleitung, Orientierung und Unterstützung im Mittelpunkt. Unsere Angebote finden Sie unter anderem an folgenden Standorten:

 

Gut begleitet bei Demenz

Unsere Lotsin unterstützt Betroffene und Angehörige

Für Menschen mit einer Demenzdiagnose und ihre Angehörigen ergeben sich häufig viele organisatorische und inhaltliche Fragen. Unsere Demenzlotsin steht als feste Ansprechpartnerin zur Verfügung, unterstützt bei der Orientierung im Versorgungssystem und informiert über bestehende Beratungs- und Unterstützungsangebote. 

Sie haben Fragen zur neuen Alzheimer-Therapie? Dann rufen Sie uns an oder schreiben uns über das Kontaktformular. Gemeinsam finden wir den passenden Weg. 

Kontaktformular