Fachbereich Ambulanz

Umfassende und fürsorgliche Behandlung in der Ambulanz

Notfälle, Arbeitsunfälle oder chronisch-langanhaltende Erkrankungen – in diesen Fällen ist eine umfassende und fürsorgliche Behandlung durch kompetentes Fachpersonal zwingend erforderlich. Um Ihnen als Patientinnen und Patienten eine geeignete Behandlung zu bieten, verfügen die meisten Krankenhäuser und Praxen über entsprechende Ambulanzen, die sich mit der ambulanten Therapie verschiedenster Krankheitsbilder beschäftigen. 

Das Fachgebiet der Ambulanz umfasst neben der ambulanten Behandlung von Patientinnen und Patienten bei Notfällen auch Therapien bei langanhaltenden Beschwerden oder chronischen Erkrankungen. Das Angebot der Ambulanzzentren richtet sich dementsprechend insbesondere an Patientinnen und Patienten, bei denen eine langfristige medizinische Betreuung durch Fachärztinnen und Fachärzte notwendig ist. Die ambulanten Dienste der einzelnen Ambulanzen können je nach ärztlicher Verordnung im stationären, tagesklinischen oder ambulanten Bereich in Anspruch genommen werden. 

Die Kliniken und Einrichtungen der St. Augustinus Gruppe legen nicht nur einen besonderen Wert auf eine fürsorgliche Durchführung von ambulanten Behandlungen, sondern bieten Ihnen gleichzeitig eine Vielzahl von Möglichkeiten in den Bereichen Neurologie, Orthopädie, Pflege und Reha sowie eine psychiatrische Ambulanz, Traumaambulanz und ein SOS-Zentrum.

Definition: Was versteht man unter einer Ambulanz?

Laut Definition bezeichnet eine Ambulanz eine medizinische Einrichtung, in der Patientinnen und Patienten bei Erkrankungen oder Notfällen ambulant, das heißt nicht stationär, aufgenommen und behandelt werden. Auch Krankentransportwagen oder Rettungswagen werden als Ambulanz bezeichnet.  

Das Wort Ambulanz stammt von dem lateinischen Verb „ambulare“, das so viel bedeutet wie „umhergehen“ oder „spazierengehen“. Ambulanzen sind Teil eines Krankenhauses und dienen einerseits der Notfallversorgung von Patientinnen und Patienten, andererseits der ambulanten Behandlung von chronischen Erkrankungen. Je nach Krankheitsbild kann zwischen allgemeinen Ambulanzen, beispielsweise gynäkologischen oder orthopädischen Ambulanzen, sowie Schwerpunktambulanzen unterschieden werden. 

Ein Krankenwagen auf dem Weg in die Ambulanz.

Ambulante Behandlung von Patientinnen und Patienten

Unfallambulanzen von Krankenhäusern sind grundsätzlich rund um die Uhr geöffnet und bedienen ein breites Spektrum an Krankheiten. Auch wenn sie der schnellen medizinischen Behandlung von Patientinnen und Patienten dienen, kann es in einer Ambulanz dennoch zu längeren Wartezeiten kommen – denn die Entscheidung, wer zuerst behandelt wird, wird anhand des Triage-Systems getroffen. Dabei handelt es sich um ein Sichtungssystem, anhand dessen Sie als Patientinnen und Patienten nach der Schwere Ihrer Verletzungen eingeteilt und dementsprechend bevorzugt behandelt werden.  

Neben einer allgemeinen Unfallambulanz, die sich mit akuten Notfällen und Arbeitsunfällen beschäftigt, betreiben die meisten Krankenhäuser zudem Ambulanzen für langanhaltende oder chronische Erkrankungen. Je nach Krankheitsbild werden Sie in der Regel von ihrem jeweiligen Hausarzt an eine Ambulanz verwiesen, um dort eine passende Behandlung durch die zuständigen Fachärztinnen und Fachärzte zu erhalten. 

Doch nicht nur Notfälle, Arbeitsunfälle oder chronische Erkrankungen werden ambulant behandelt – auch die Vor- und Nachsorge stationärer Patientinnen und Patienten gehört zum Leistungsspektrum einer Ambulanz.

Ambulante Behandlung eines Patienten in der Ambulanz.

Welche Beschwerden werden in einer Ambulanz behandelt?

Die Fachärztinnen und Fachärzte der St. Augustinus Gruppe führen im Wesentlichen ambulante Behandlungen aller Art durch. Dementsprechend können Sie nicht nur bei akuten Beschwerden, sondern auch bei vielen weiteren Erkrankungen mithilfe ambulanter Therapien behandelt werden, beispielsweise: 

  • Traumata durch gewaltsame oder traumatisierende Ereignisse 
  • Suchterkrankungen durch Alkohol oder Drogen
  • Psychische Störungen, Depressionen, Angststörungen 
  • Demenz

Entsprechend der jeweiligen Erkrankung erfolgt die Behandlung der Patientinnen und Patienten in passenden Spezialgebieten der Ambulanz. Die St. Augustinus Gruppe bietet neben psychotherapeutischen Behandlungen in der Suchtambulanz und Traumaambulanz zudem viele weitere Möglichkeiten einer ambulanten Therapie.  

Ein Facharzt behandelt die Beschwerden von Patienten in der Ambulanz.

Ambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Bereits in jungen Jahren müssen viele Kinder und Jugendliche mit psychischen Störungen in Form von Angststörungen, depressiven oder dissozialen Störungen kämpfen. Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen an einer psychischen Erkrankung. Insbesondere in jungen Jahren ist eine professionelle und umfassende psychotherapeutische Behandlung der jungen Patientinnen und Patienten wichtig, um gegen die Krankheit vorzugehen.

Das professionelle Team der St. Augustinus Gruppe besteht aus erfahrenen Ärztinnen und Ärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie/-psychotherapie, Diplom-Psychologinnen und Diplom-Psychologen, Kinder- und Jugendpsychotherapeutinnen und -therapeuten, Diplom-Heilpädagoginnen und Diplom-Heilpädagogen sowie medizinischen Fachangestellten, die sich umfassend mit der ambulanten psychotherapeutischen Behandlung von sämtlichen psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen jeden Alters beschäftigen.

Allgemeinpsychiatrische Ambulanz

Das Team der St. Augustinus Gruppe bestehend aus Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen, Pflegekräften, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern und medizinischen Fachangestellten befasst sich mit der psychotherapeutischen Versorgung und Betreuung von Patientinnen und Patienten mit schweren psychischen Erkrankungen. Zudem umfasst das Leistungsspektrum der allgemeinpsychiatrischen Ambulanz Therapiegruppen für verschiedene Patientengruppen sowie Sprechstunden für Gewaltopfer und ausländische Mitbürger in der jeweiligen Muttersprache.

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Gerontopsychiatrische Ambulanz

Die Gerontopsychiatrie gilt als Teilgebiet der Psychiatrie und befasst sich grundsätzlich mit der diagnostischen Abklärung und Behandlung psychischer Erkrankungen ab einem Alter von 55 Jahren. Zu den häufigsten Krankheitsbildern gehören Demenzerkrankungen sowie leichte bis schwere depressive Störungen.

Die erfahrenen Fachärztinnen und Fachärzte der gerontopsychiatrischen Ambulanz der St. Augustinus Gruppe befassen sich mit der Beratung, Diagnostik und Therapie für psychisch kranke Menschen und legen den Schwerpunkt der psychotherapeutischen Behandlung auf psychische Störungen sowie chronisch wiederkehrende Krankheiten.

Privatambulanz

Für Privatpatienten bietet die Privatambulanz der St. Augustinus Gruppe ein umfassendes Behandlungsangebot, sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich. Das Leistungsangebot der Privatambulanz umfasst die ambulante Behandlung von Depressionen, Burnout sowie Angst-, Zwangs-, Persönlichkeits- und akuten Belastungsstörungen. 

Suchtambulanz

Nicht selten haben Menschen, die schlimme Schicksalsschläge erlebt haben oder an psychischen Störungen leiden, mit dem Konsum von Suchtmitteln in Form von Alkohol, Drogen, Medikamenten oder Glücksspielen zu kämpfen. In Deutschland gelten knapp 1,6 Millionen Menschen als alkoholabhängig sowie 600 000 Menschen als drogenabhängig. 

Eine Suchtambulanz bietet für Patientinnen und Patienten mit einer Suchterkrankung professionelle und einfühlsame Hilfe im Kampf gegen die Sucht. Auch die Fachärztinnen und Fachärzte der St. Augustinus Gruppe beschäftigen sich mit der psychotherapeutischen Behandlung von Störungen oder Erkrankungen in Zusammenhang mit dem Konsum von Suchtmitteln.  

Traumaambulanz

In Deutschland erleben knapp 24 von 100 Menschen im Laufe ihres Lebens mindestens ein Ereignis, das eine traumatisierende Wirkung haben kann. Dabei spielt es keine Rolle, um welche Art von Traumata es sich handelt – eine schnelle und umfassende Hilfe für betroffene Patientinnen und Patienten ist grundsätzlich immer wichtig.

Fachärztinnen und Fachärzte der Traumaambulanz der St. Augustinus Gruppe befassen sich mit der frühzeitigen Behandlung nach massiven Gewalt- oder Unfallerfahrungen und begleiten Patientinnen und Patienten von der Beratung und Diagnostik bis hin zur Versorgung und psychotherapeutischen Akutbehandlung von psychischen Traumata mit akuter Belastungsreaktion oder posttraumatischer Belastungsstörung.

Wie läuft die Behandlung von ambulanten Patientinnen und Patienten ab?

Eine ambulante ärztliche Behandlung erfolgt durch regelmäßige Termine mit Fachärztinnen und Fachärzten und wird in der Regel in der Ambulanz einer Praxis oder eines Klinikums durchgeführt. Im Gegensatz zu einer stationären Behandlung wird die Patientin oder der Patient unmittelbar nach der Behandlung wieder nach Hause entlassen – ein mehrtägiger Aufenthalt in einem Klinikum findet dementsprechend nicht statt. 

Das Team der Ambulanzzentren der St. Augustinus Gruppe befasst sich nicht nur mit der umfassenden Behandlung, sondern absolviert auch regelmäßig Weiterbildungen, um Patientinnen und Patienten eine bestmögliche ambulante Versorgung zu ermöglichen.

Das Leistungsspektrum der Ambulanz

Ambulanzen umfassen ein breites Leistungsspektrum und sind nicht nur für Notfälle oder akute Beschwerden zuständig, sondern auch für langanhaltende oder chronische Erkrankungen. Heutzutage existiert für beinahe jede Krankheit eine auf die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmte Ambulanz mit ambulanten Untersuchungen und Behandlungen durch professionelle Fachärztinnen und Fachärzte.

Je nach Größe des jeweiligen Klinikums kann zwischen verschiedenen Ambulanzen unterschieden werden. Diese allgemeinen Ambulanzen gibt es:

Teilgebiete unserer Ambulanz

Ein Facharzt behandelt eine Patientin in der Neurologie-Ambulanz.

Ambulante Neurologie

Neurologische Erkrankungen lassen sich oftmals nicht anhand eines Merkmals ausmachen, sondern haben in der Regel viele verschiedene Gesichter, beispielsweise:

  • Gefäßerkrankungen des Gehirns 
  • Kopfschmerz-Erkrankungen
  • Infektionserkrankungen des Nervensystems
  • Krebserkrankungen des zentralen Nervensystems, z. B. Hirntumore
  • Neurodegenerative Erkrankungen 
  • Erkrankungen des peripheren Nervensystems 
  • Muskelerkrankungen 

Die ambulante Behandlung einer neurologischen Erkrankung erfolgt durch eine erstmalige Diagnose, sorgfältige neurologische Untersuchungen und wird anhand spezieller ambulanter Therapien durchgeführt. Die St. Augustinus Gruppe verfügt über eine neurologische Ambulanz, die sich mit der ambulanten Untersuchung, Therapie und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit neurologischen Erkrankungen befasst. 

Ein Facharzt behandelt eine Patientin in der Orthopädie-Ambulanz.

Ambulante Orthopädie

Fachärztinnen und Fachärzte der Orthopädie-Ambulanz beschäftigen sich mit der Diagnose und Therapie von Fehlbildungen sowie Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, beispielsweise Arthritis, Arthrose, Knochenbrüche, Rückenschmerzen, Osteoporose oder Sehnen- und Muskelverletzungen. Durch eine umfassende Behandlung dieser Erkrankungen soll nicht nur möglichen Einschränkungen durch Beschwerden des Bewegungsapparates entgegengewirkt, sondern gleichzeitig auch die Lebensqualität von Ihnen als Patientinnen und Patienten bewahrt werden. 

Das Team aus Fachärzten und Pflegekräften der St. Augustinus Gruppe bietet Patientinnen und Patienten eine kompetente ambulante Therapie und Behandlung bei orthopädischen Beschwerden.

Untersuchung eines Patienten in der Reha-Ambulanz.

Ambulante Reha

Nach Unfällen oder Erkrankungen klagen viele Menschen oftmals über zunehmende körperliche Beschwerden. Sowohl bei Multiple Sklerose, Krebserkrankungen oder nach Knie- und Hüftoperationen werden Reha-Maßnahmen eingesetzt, um Patientinnen und Patienten wieder vollständig in das gesellschaftliche und berufliche Leben einzugliedern. Aktive Rehabilitation findet in der Regel in Form von gezielter Krankengymnastik, Lymphdrainage, Ergotherapie oder Logopädie statt. 

Eine ambulante Reha bietet insbesondere für Patientinnen und Patienten, die sich eigenständig versorgen können, eine gute Möglichkeit der Rehabilitation – denn im Gegensatz zu einer stationären Behandlung ist ein Krankenhausaufenthalt bei einer Reha-Therapie in einer Ambulanz nicht notwendig. Auch die ambulanten Dienste der St. Augustinus Gruppe ermöglichen Ihnen verschiedene ambulante Reha-Therapien, die keinen stationären Aufenthalt in einem Klinikum erfordern.

Zur ambulanten Reha

Kliniken und Krankenhäuser der St. Augustinus Gruppe mit Schwerpunkt Ambulanz


Wir beantworten Ihre Fragen zum Fachbereich Ambulanz

FAQ

Wann sollte man in eine Ambulanz?

Bei Verdacht auf eine schwere Erkrankung, untypischen Beschwerden oder nach einem Unfall sollten Patientinnen und Patienten umgehend die Ambulanz eines Klinikums aufsuchen oder einen Notarzt verständigen.

Ambulanzen müssen jedoch nicht immer nur bei einem akuten Notfall aufgesucht werden. Auch ambulante Behandlungen, beispielsweise ambulante Orthopädie, Neurologie oder Reha finden in der Ambulanz eines Krankenhauses oder einer Arztpraxis statt.

Wer zahlt ambulante ärztliche Behandlungen?

Die Kosten für ambulante ärztliche Behandlungen und Therapien tragen in der Regel die gesetzlichen Krankenkassen. Zusätzliche Zuzahlungen oder Praxisgebühren fallen für die jeweiligen Patientinnen und Patienten nicht an.

Was versteht man unter einer ambulanten Sprechstunde?

Eine ambulante Sprechstunde findet in der Regel in der Praxis einer Fachärztin oder eines Facharztes statt. Zusätzlich bieten auch Krankenhäuser Sprechstunden für ambulante Patientinnen und Patienten an. 

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