Fachbereich Chirurgie

Chirurgische Behandlung in unseren Kliniken und Krankenhäusern

In der Chirurgie behandeln Ärztinnen und Ärzte der St. Augustinus Gruppe Erkrankungen, Verletzungen und Fehlbildungen, die einen operativen Eingriff nötig machen. Das Spektrum dieses Fachbereichs reicht von der Allgemein- und Viszeralchirurgie über die Unfall- und Gefäßchirurgie bis zur Behandlung von Tumoren, Hernien und Erkrankungen der Schilddrüse.

Im Mittelpunkt stehen dabei Sie als Patientin oder Patient. Sie erhalten eine verständliche Aufklärung über Ihre chirurgische Behandlung und werden in jede Entscheidung einbezogen. Von der ersten Untersuchung über die Operation bis zur Nachsorge stehen wir Ihnen jederzeit zur Seite. Wo es medizinisch sinnvoll ist, profitieren Sie von schonenden, minimalinvasiven Eingriffen. Das verkürzt Ihre Genesungszeit, damit Sie schnell und sicher wieder in Ihren Alltag zurückkehren können.

Definition: Was ist Chirurgie?

Die Chirurgie ist per Definition das medizinische Fachgebiet, das Krankheiten, Verletzungen und Fehlbildungen mit einem operativen Eingriff behandelt. Sie umfasst dabei weit mehr als die Operation selbst und begleitet Sie vom ersten Verdacht bis zur Rehabilitation. Zur Chirurgie gehören unter anderem:

  • die Vorbeugung, die Diagnose sowie die operative und konservative Therapie von Krankheiten
  • chirurgische Erkrankungen, Verletzungen und die Folgen, die daraus entstehen
  • angeborene und erworbene Formveränderungen und Fehlbildungen, etwa der Gefäße, der Organe oder des Stütz- und Bewegungsapparats
  • Eingriffe der Transplantations- und Wiederherstellungschirurgie

Eine Chirurgin oder ein Chirurg operiert dabei nicht nur. Vor dem Eingriff stellt sie oder er Befunde und Diagnosen und greift dazu auf apparative und nicht-apparative Diagnostikmethoden zurück; nach dem Eingriff gehört auch die Wundversorgung dazu. Während der Operation selbst entfernt sie oder er erkranktes Gewebe und stellt verletzte Strukturen wieder her oder ersetzt sie. Dabei reicht die Chirurgie im Krankenhaus von planbaren Eingriffen bis zur Notfallversorgung. Ob eine Operation nötig ist, hängt immer vom Einzelfall ab und wird gemeinsam mit Ihnen entschieden.

 Was ist die Bedeutung von Chirurgie?

Behandlungsverfahren und Versorgungsformen in der Chirurgie

Welche chirurgischen Behandlungen gibt es?

Wie eine Operation abläuft, hängt von der Erkrankung, dem Befund und Ihrer persönlichen Situation ab. Zwei Fragen sind dabei besonders wichtig: 

  • Mit welcher Methode wird operiert?
  • Erfolgt der Eingriff ambulant oder stationär? 

In den Kliniken der St. Augustinus Gruppe kommen moderne, schonende Operationsverfahren zum Einsatz.

Minimalinvasive und offene Chirurgie

Bei der offenen Operation verschafft sich die Ärztin oder der Arzt über einen größeren Hautschnitt direkten Zugang zum Operationsgebiet. Sie kommt vor allem bei großen Tumoren oder besonders komplexen Eingriffen zum Einsatz, da sie einen direkten und umfassenden Blick auf das Operationsgebiet ermöglicht.

Die minimalinvasive Chirurgie, auch Schlüssellochtechnik genannt, kommt dagegen mit wenigen kleinen Schnitten aus. Über sie führen die Ärztinnen und Ärzte eine Kamera und feine Instrumente ein und verfolgen den Eingriff auf einem Monitor. Eingriffe an Hernien sowie Blinddarm- und Darmoperationen erfolgen routinemäßig mit dieser Technik. 

Für Sie als Patientin oder Patient bringt die minimalinvasive Technik einige Vorteile mit sich:

  • weniger Schmerzen nach der Operation, weil das Gewebe geschont wird
  • kleinere Narben sorgen für ein besseres kosmetisches Ergebnis
  • geringeres Risiko für Wundinfekte und Narbenbrüche entlastet die Heilung
  • schnellere Genesung verkürzt in der Regel den Aufenthalt

Allerdings eignet sich nicht jeder Eingriff für die Schlüssellochtechnik: Bei ausgedehnten Befunden oder starken Verwachsungen kann die offene Operation die geeignetere Wahl sein. Welche Methode für Sie infrage kommt, besprechen die Fachärztinnen und Fachärzte in Ruhe mit Ihnen.

Ambulante und stationäre Chirurgie

Ob ein Eingriff ambulant oder stationär erfolgt, richtet sich nach der Art des Eingriffs und nach Ihrer gesundheitlichen Situation:

  • Ambulant: Bei der ambulanten Chirurgie gehen Sie in der Regel noch am Tag des Eingriffs wieder nach Hause. Das ist bei vielen kleineren Eingriffen möglich und bringt Sie schnell zurück in Ihre gewohnte Umgebung.
  • Stationär: Ein stationärer Aufenthalt ist sinnvoll, wenn ein Eingriff aufwendiger ist, wenn Begleiterkrankungen vorliegen oder wenn Sie danach engmaschig überwacht werden sollten. So sind Sie in jeder Phase gut versorgt.

Diagnostik: Was sind chirurgische Erkrankungen?

Vor jeder Behandlung steht eine sorgfältige Diagnostik. Die Fachärztinnen und Fachärzte der Chirurgie greifen dabei auf ein breites Spektrum zurück, das von der Ultraschalldiagnostik über bildgebende Verfahren wie MRT und CT bis zu Blutuntersuchungen reicht. Sie besprechen alle Ergebnisse aus diesen Tests ausführlich mit Ihnen und leiten gemeinsam mit Ihnen die passende Therapie ein.

Chirurgische Erkrankungen treten dabei in sehr unterschiedlicher Form auf. Je nach Bereich gehören dazu unter anderem:

  • Abszesse, Fissuren, Hämorrhoiden, Fisteln und Polypen
  • Erkrankungen des Weichteilgewebes
  • Erkrankungen und Verletzungen von Gelenken, Muskeln, Sehnen und Bändern
  • Geriatrische Verletzungen älterer Menschen
  • Knochenbrüche nach Unfällen
  • Leisten-, Nabel-, Narben- und Bauchwandbrüche
  • Onkologische Erkrankungen der inneren Organe

Einige dieser Krankheitsbilder stellen wir im Folgenden genauer vor:

 Welche chirurgischen Erkrankungen gibt es?

Onkologische Krankheitsbilder

Die chirurgische Entfernung von Tumoren gehört neben Chemotherapie und Strahlentherapie zu den drei tragenden Säulen der Krebsbehandlung. Das Ziel ist immer die vollständige Entfernung des bösartigen Gewebes sowie der betroffenen Lymphabflusswege. Unser Spektrum umfasst die operative Behandlung von:

  • Magen und Speiseröhre: Die Chirurginnen und Chirurgen entfernen das Tumorgewebe präzise und rekonstruieren im Anschluss den oberen Verdauungstrakt.
  • Darmkrebs und Leberkrebs: Der Fachbereich führt hochpräzise Eingriffe an den zentralen Verdauungs- und Stoffwechselorganen durch.
  • Bauchspeicheldrüse und Lunge: Bei einem Befall dieser Organe nehmen die Operationsteams komplexe onkologische Resektionen vor.
  • Weichteiltumoren und endokrinen Organen: Die Chirurgie bietet spezialisierte Eingriffe bei seltenen Gewebetumoren oder Krebserkrankungen der Hormondrüsen an.

Endokrine Krankheitsbilder

In diesem Bereich dreht sich alles um Operationen an den hormonproduzierenden Drüsen des Körpers – allen voran der Schilddrüse. Ein chirurgischer Eingriff wird meist in folgenden Fällen notwendig:

  • Knoten und Vergrößerungen: Die Ärztinnen und Ärzte operieren kalte Knoten, wenn diese aufgrund ihrer Größe Beschwerden verursachen oder krebsverdächtig sind.
  • Schilddrüsenüberfunktion: Durch eine operative Verkleinerung normalisieren die Spezialistinnen und Spezialisten den Hormonspiegel, unter anderem bei der Autoimmunerkrankung Morbus Basedow.
  • Tumore: Bei Verdacht auf eine bösartige Erkrankung entfernt das chirurgische Team das betroffene Gewebe im gesunden Gewebeumfeld.

Gut zu wissen: Bei einer reinen Schilddrüsenunterfunktion ist eine Operation selten die erste Wahl. Ob ein Eingriff dennoch sinnvoll ist, klären die Ärztinnen und Ärzte immer individuell mit Ihnen.

Proktologische Krankheitsbilder

Proktologische Beschwerden sind oft ein Tabuthema, erfordern aber höchste medizinische Präzision und viel Feingefühl. Das Spektrum reicht von akuten Entzündungen bis hin zu funktionellen Störungen des Kontinenzorgans. Die Expertinnen und Experten der Chirurgie behandeln diese typischen Erkrankungen des Enddarms:

  • Abszesse und Fisteln: Die Ärztinnen und Ärzte entlasten schmerzhafte Entzündungen im Analbereich rasch durch einen gezielten Eingriff.
  • Enddarmschwäche: Proktologinnen und Proktologen therapieren funktionelle Einschränkungen des Schließmuskels mit modernen Verfahren.

Hernien und Bauchwandbrüche

Eine Hernie ist eine Schwachstelle oder Lücke in der Bauchwand, durch die sich das Bauchfell nach außen wölbt. Oft wandern dabei auch Teile der Eingeweide in diesen sogenannten Bruchsack. Viele Brüche sind anfangs schmerzlos, bergen aber Risiken. Das Fachgebiet der Chirurgie behandelt das gesamte Spektrum von Brüchen:

  • Leisten- und Nabelbrüche: Diese häufigsten Formen treten meist aufgrund einer angeborenen oder erworbenen Bindegewebsschwäche auf.
  • Narbenbrüche und Bauchwandbrüche: Diese Bruchformen entstehen häufig als Spätfolge nach vorangegangenen Operationen an der Bauchdecke.
  • Zwerchfellbrüche: Bei diesen inneren Brüchen verlagern die Medizinerinnen und Mediziner Anteile des Magens, die in den Brustraum gerutscht sind, wieder an ihren anatomisch korrekten Platz.

Sobald eine Hernie Schmerzen verursacht, stark anschwillt oder Organe einklemmt, handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der sofort operiert werden muss.

Adipositas

Krankhaftes Übergewicht ist eine chronische Erkrankung. Sie schränkt nicht nur die Lebensqualität massiv ein, sondern erhöht auch drastisch das Risiko für schwere Begleiterkrankungen:

  • Herz-Kreislauf-System: Viele Betroffene leiden unter chronischem Bluthochdruck und frühzeitiger Arterienverkalkung.
  • Stoffwechsel: Das Risiko für den Ausbruch eines Diabetes mellitus (Typ 2) steigt massiv an.
  • Psyche: Aufgrund der chronischen Belastung kann Übergewicht zu Depressionen führen.

Wenn konservative Wege wie Ernährungs- und Bewegungstherapien langfristig keinen Erfolg bringen, kann eine operative Magenverkleinerung ein lebensverändernder Ausweg sein. Die St. Augustinus Gruppe bündelt diese Eingriffe in einem spezialisierten Fachbereich zu Adipositas und bietet Ihnen eine engmaschige Beratung.

Unsere Spezialgebiete der Chirurgie im Überblick

Weil die Fachgebiete der Chirurgie so vielfältig sind, arbeiten in der St. Augustinus Gruppe spezialisierte Teams eng zusammen. Die Arten der Chirurgie finden Sie hier im Überblick:

Spezialgebiet Allgemeinchirurgie als Teil des Fachgebiets Chirurgie

Allgemeinchirurgie

Die Allgemeinchirurgie deckt die Basisversorgung ab und ist die erste Anlaufstelle für viele alltägliche, oft routinemäßige operative Eingriffe.

  • Bauchwandbrüche und Gewebe: Chirurginnen und Chirurgen versorgen Leisten-, Nabel- und Narbenbrüche sowie gutartige Veränderungen der Weichteile.
  • Gallenblase und Venen: Das Team entfernt die Gallenblase, etwa bei einer akuten Gallenblasenentzündung und behandelt fortgeschrittene Krampfadern.
  • Akute Notfälle am Blinddarm: Bei einer akuten Blinddarmentzündung führen die Ärztinnen und Ärzte die notwendige Entfernung rasch und meist minimalinvasiv durch.
  • Ambulante Versorgung: Viele dieser Eingriffe können die Spezialistinnen und Spezialisten so schonend durchführen, dass Sie das Krankenhaus noch am selben Tag wieder verlassen können.

 Zur Allgemeinchirurgie

Spezialgebiet Viszeralchirurgie als Teil des Fachgebiets Chirurgie

Viszeralchirurgie

Die Viszeralchirurgie widmet sich ganz der operativen Behandlung der inneren Organe des gesamten Bauchraums.

  • Darm- und Tumorerkrankungen: Ärztinnen und Ärzte behandeln bösartigen Darmkrebs sowie schwere, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen.
  • Schonung des Enddarms: Bei Eingriffen am Mast- und Enddarm nutzen die Operateure modernste Techniken, um den natürlichen Schließmuskel dauerhaft zu erhalten.
  • Komplexe Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse: Neben klassischen Operationen setzen die Chirurginnen und Chirurgen innovative Verfahren wie das „Nanoknife“ ein, um Tumoren mittels elektrischer Impulse zu zerstören.
  • Präzise Leberchirurgie: Bei Gewebeveränderungen der Leber nutzen die Krebsspezialisten unter anderem die Kryochirurgie, bei der Tumorzellen durch extreme Kälte gezielt vereist werden.

 Zur Viszeralchirurgie

Onkologische Chirurgie in der Fachklinik

Onkologische Chirurgie

Die onkologische Chirurgie bietet das gesamte Spektrum hochspezialisierter Krebsoperationen im Bauchraum an.

  • Fokus auf den Verdauungstrakt: Die OP-Teams entfernen bösartige Tumoren der Speiseröhre, des Magens, des Dünn-, Dick- und Mastdarms.
  • Spezialisierung auf Drüsen und Organe: Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der operativen Sanierung von Tumorerkrankungen der Bauchspeicheldrüse und der Leber.
  • Interdisziplinäre Behandlungspläne: Für jede Patientin und jeden Patienten erarbeitet ein Zusammenschluss von Ärztinnen und Ärzten verschiedener Fachrichtungen ein individuelles Therapie- und Nachsorgekonzept.
Spezialgebiet Unfallchirurgie als Teil des Fachgebiets Chirurgie

Unfallchirurgie

Die Unfallchirurgie ist auf die schnelle und präzise Wiederherstellung des gesamten Bewegungsapparates nach Verletzungen und Unfällen spezialisiert.

  • Knochen und Gelenke: Die Ärztinnen und Ärzte versorgen akute Knochenbrüche sowie schwere Gelenk- und Bänderverletzungen.
  • Weichteiltraumata: Auch komplizierte Risse oder Quetschungen an Muskeln, Sehnen und der Haut werden vom chirurgischen Team rekonstruiert.
  • Altersunfallmedizin: Einen besonderen Fokus legen die Kliniken auf geriatrische Verletzungen, um älteren Menschen nach einem Sturz schnell wieder Mobilität zu schenken.
  • Moderne Stabilisierung: Wir nutzen hochentwickelte Implantate und Nagelsysteme, damit die Knochen stabil heilen und früh wieder belastet werden können.

Zur Unfallchirurgie

Spezialgebiet Gefäßchirurgie als Teil des Fachgebiets Chirurgie

Gefäßchirurgie

Die Gefäßchirurgie befasst sich mit der Behandlung von Erkrankungen des Blutkreislaufs, genauer gesagt der Arterien (Schlagadern) und Venen.

  • Durchblutungsstörungen: Die Medizinerinnen und Mediziner erweitern verengte Schlagadern, die durch Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) verursacht wurden, um Schlaganfällen oder Durchblutungsstopps in den Beinen vorzubeugen.
  • Gefährliche Aussackungen: Bei einem Aneurysma stabilisiert das Team die gedehnte Gefäßwand, um ein lebensgefährliches Reißen der Hauptschlagader zu verhindern.
  • Venenleiden: Fortgeschrittene Krampfadern werden durch moderne OP-Verfahren effektiv entfernt oder verödet.
  • Therapievielfalt: Je nach Schweregrad des Befundes wählen die Spezialisten zwischen einer offenen Operation oder besonders schonenden, katheterbasierten Verfahren im Gefäßinneren.

Zur Gefäßchirurgie

Spezialgebiet Thoraxchirurgie als Teil des Fachgebiets Chirurgie

Thoraxchirurgie

Die Thoraxchirurgie behandelt Erkrankungen, Fehlbildungen und Verletzungen der Organe und Strukturen innerhalb des Brustkorbs – mit Ausnahme des Herzens.

  • Lungenerkrankungen: Die Chirurginnen und Chirurgen operieren sowohl bösartige Lungentumoren als auch schwere chronische Lungenleiden.
  • Rippen- und Mittelfellraum: Das Team behandelt Erkrankungen des Rippenfells sowie Tumoren oder Entzündungen im empfindlichen Raum zwischen den Lungenflügeln.
  • Minimalinvasive Präzision: Wo immer es medizinisch machbar ist, arbeiten die Thoraxchirurginnen und -chirurgen über winzige Schnitte, was den Brustkorb maximal schont.

Zur Thoraxchirurgie

 Hernienchirurgie in der Fachklinik

Hernienchirurgie

Unsere Fachärzte und -ärztinnen der Chirurgie zeichnen sich zudem durch eine besondere Expertise im Bereich der Hernienchirurgie aus. Hier steht die Behandlung von inneren sowie äußeren Hernien (angeborene oder beispielsweise durch Unfälle erworbene Lücken im Bauchraum, aus denen Eingeweide treten können) im Vordergrund. Ein Großteil der Hernienchirurgie wird in der Abteilung mit minimalinvasiven Eingriffen durchgeführt.
Patientinnen und Patienten erhalten eine umfassende Beratung zu den operativen Eingriffen der offenen und der geschlossenen Hernienchirurgie sowie zur Einbringung eines Kunststoffnetzes zur Vermeidung eines erneuten Bruchs zu einem späteren Zeitpunkt.

Zur Hernienchirurgie

Spezialgebiet Proktologie als Teil des Fachgebiets Chirurgie

Proktologie

Die kolorektale Chirurgie und Proktologie befasst sich mit der Behandlung gut- und bösartiger Erkrankungen des Dickdarms, des Mastdarms und des Enddarms, z. B. Darmentzündungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Divertikelkrankheit des Darms) sowie bösartiger Erkrankungen des Dick- und Mastdarms (so genanntes kolorektales Karzinom). Im Rahmen der Proktologie werden alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen zur Behandlung des hämorrhoidalen Symptomenkomplexes, anorektaler Fistelleiden und anderer Erkrankungen des Anorektums durchgeführt. Die Chirurgie des obstruktiven Defäkationssyndroms sowie begleitender Erkrankungen des Beckenbodens gewinnt immer mehr an Bedeutung – und damit auch die dafür geeigneten operativen Verfahren wie die Staplerhämorrhoidopexie nach Longo, die sogenannte S.T.A.R.R.-Operation und laparoskopischen Eingriffe, die unsere Ärzte und Ärztinnen der Chirurgie exzellent beherrschen.

Zur Proktologie

Spezialgebiet Neurochirurgie als Teil des Fachgebiets Chirurgie

Neurochirurgie

Die Neurochirurgie befasst sich mit der operativen Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen des Nervensystems, also des Gehirns, des Rückenmarks und der Nervenbahnen.

  • Gefäßnotfälle im Kopf: Das neurochirurgische Team versorgt akute Hirnblutungen und korrigiert gefährliche Gefäßfehlbildungen im Schädel.
  • Tumorchirurgie: Die Spezialistinnen und Spezialisten entfernen gut- und bösartige Tumoren des Gehirns oder des Rückenmarks unter Einsatz hochmoderner Mikroskope.
  • Nerven- und Wirbelsäulenleiden: Auch chronische Nervenengpässe sowie hartnäckige Schulter- und Nackenschmerzen, die vom Nervensystem ausgehen, werden hier therapiert.

Zur Neurochirurgie

Spezialgebiet Wirbelsäulenchirurgie als Teil des Fachgebiets Chirurgie

Wirbelsäulenchirurgie

Die Wirbelsäulenchirurgie konzentriert sich auf die Behandlung von Verschleißerscheinungen, Deformitäten und Verletzungen der knöchernen Wirbelsäule und der Bandscheiben.

  • Hilfe bei chronischen Schmerzen: Reicht eine konservative Therapie bei starken Einschränkungen nicht mehr aus, kann eine Operation die Lebensqualität und Bewegungsfreiheit zurückgeben.
  • Entlastung des Nervenkanals: Die Chirurginnen und Chirurgen erweitern operativ einen verengten Rückenmarkskanal (Spinalkanalstenose), um eingeklemmte Nerven zu befreien.
  • Stabilisierung bei Osteoporose: Mittels einer sogenannten Zementstabilisierung (Kyphoplastie) können eingebrochene oder poröse Wirbelkörper wieder aufgerichtet und schmerzfrei gefestigt werden.
  • Komplexe Revisionschirurgie: Das Team übernimmt zudem anspruchsvolle Wiederholungs- und Korrekturoperationen bei bereits voroperierten Wirbelsäulen.

Zur Wirbelsäulenchirurgie

Individuelle chirurgische Behandlung: der Mensch im Mittelpunkt

In den Kliniken der St. Augustinus Gruppe steht für uns immer der ganze Mensch im Fokus, nicht nur sein Befund. Unsere Teams nehmen sich bewusst Zeit für Sie und Ihre Angehörigen, um Sie auf Augenhöhe und verständlich über jeden Schritt Ihrer Behandlung zu informieren. Bei komplexen Erkrankungen überlassen wir nichts dem Zufall: Hier beraten sich Fachleute verschiedener Disziplinen gemeinsam in engen Konferenzen, um die für Sie beste Therapiestrategie abzustimmen. Medizinische Höchstleistung und echte menschliche Zuwendung gehören für uns untrennbar zusammen.

Krankenhäuser und Kliniken mit dem Schwerpunkt Chirurgie der St. Augustinus Gruppe

Wir beantworten Ihre Fragen zum Fachbereich Chirurgie

Was macht eine Chirurgin oder ein Chirurg außer Operieren?

Der Operationssaal ist nur ein Teil des Berufsfeldes. Vor jedem Eingriff führen Chirurginnen und Chirurgen ausführliche Aufklärungs- und Beratungsgespräche, erstellen Diagnosen mittels körperlicher Untersuchungen oder bildgebender Verfahren und planen den exakten Ablauf der Therapie. Nach einer Operation übernehmen sie die tägliche Visite, überwachen den Heilungsprozess, kümmern sich um die Wundversorgung und koordinieren die anschließende Nachsorge sowie Rehabilitation der Patientinnen und Patienten.

Wann ist ein operativer Eingriff notwendig und wann reicht eine konservative Behandlung?

Eine konservative Behandlung, wie die Gabe von Medikamenten oder Physiotherapie, hat immer dann Vorrang, wenn sich die Erkrankung oder Verletzung damit erfolgreich therapieren lässt. Ein operativer Eingriff wird notwendig, wenn diese konservativen Maßnahmen nicht mehr ausreichen, um Beschwerden zu lindern, wenn Gewebe entfernt werden muss oder wenn eine akute, lebensbedrohliche Situation eine sofortige Intervention erfordert.

Bietet die St. Augustinus Gruppe chirurgische Sprechstunden an?

Ja, unsere Kliniken bieten ein breites Spektrum an allgemeinen Sprechstunden sowie hochspezialisierten Spezialsprechstunden an:

Krankenhaus Neuwerk (Mönchengladbach)

  • Allgemein- und viszeralchirurgische Sprechstunde & Privatsprechstunde: 02161 668 2203
  • Koloproktologie-Sprechstunde: 02161 668 2298
  • Adipositas- und Reflux-Sprechstunde (Telefonsprechstunde & Terminvereinbarung): Mo. bis Do. von 9:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 16:00 Uhr, Fr. von 9:00 bis 12:00 Uhr | 02161 668 2298

Johanna Etienne Krankenhaus (Neuss)

  • Allgemeine Sprechstunde (Dr. van Terwingen & Fr. Albrecht): Mo. bis Fr. von 9:00 bis 13:00 Uhr | 02131 529 54002
  • Privatsprechstunde sowie Darm- und Pankreassprechstunde: Mo. und Do. von 14:00 bis 15:30 Uhr | 02131 529 54002
  • Herniensprechstunde: Di. von 13:00 bis 15:00 Uhr | 02131 529 54002
  • Proktologische Sprechstunde: Do. von 13:00 bis 15:00 Uhr | 02131 529 54002
  • Wund- und Stomasprechstunde: Nach individueller Vereinbarung | 02131 529 54002

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