Schilddrüsenknoten bei einer Struma
Bei einer Schilddrüsenvergrößerung können sich zusätzlich Schilddrüsenknoten bilden. Diese unterscheiden sich in ihrer Struktur und darin, wie aktiv sie Schilddrüsenhormone produzieren. Zum besseren Überblick finden Sie hier die Arten von Knoten einfach erklärt:
- Kalte Knoten: In diesen Knoten innerhalb der Schilddrüse wird kaum oder kein Jod aufgenommen, sodass nur sehr wenige oder keine Schilddrüsenhormone gebildet werden. Kalte Knoten sind häufig gutartig. Da sich ihre Art nicht allein über die Hormonaktivität beurteilen lässt, werden sie genauer untersucht, um bösartige Veränderungen auszuschließen.
- Warme oder heiße Knoten: Diese Art von Knoten nimmt vermehrt Jod auf und produziert entsprechend viele Schilddrüsenhormone. Heiße Knoten sind in der Regel gutartig, können jedoch eine Schilddrüsenüberfunktion auslösen, wenn sie zu viele Hormone bilden.
- Zysten: Dabei handelt es sich um mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume innerhalb der Schilddrüse. Zysten sind meist harmlos und lassen sich gut im Ultraschall erkennen. Da sie kein Jod aufnehmen, erscheinen sie in bestimmten Untersuchungen ähnlich wie kalte Knoten.
- Kolloidknoten: Diese Form entsteht durch Veränderungen im Schilddrüsengewebe, bei denen sich Speicherstrukturen für Hormone vergrößern oder verändern. Dadurch sammelt sich mehr Speicherstoff (Kolloid) an und es bildet sich ein Knoten. Kolloidknoten kommen in der Bevölkerung häufig vor, insbesondere bei Menschen im höheren Lebensalter. Sie sind in der Regel gutartig, können aber durch ihr Wachstum zu lokalen Beschwerden wie Druckgefühl oder Schluckproblemen führen.