Schilddrüsenvergrößerung

Ursachen, Symptome und Therapie einer Schilddrüsenvergrößerung

Eine Schilddrüsenvergrößerung (Struma, Kropf) beschreibt eine sichtbare oder tastbare Vergrößerung des Organs im Halsbereich. Häufig entsteht sie durch Jodmangel, kann aber auch andere Ursachen haben. Da sich eine Vergrößerung der Schilddrüse oft schleichend entwickelt und keine spezifischen Beschwerden verursacht, bleibt sie anfangs häufig unbemerkt. 

In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, was Sie tun können, wenn Sie eine Vergrößerung der Schilddrüse vermuten. Außerdem erfahren Sie, wie Ärztinnen und Ärzte eine Schilddrüsenvergrößerung erkennen können und welche Möglichkeiten der Behandlung bestehen.

Schilddrüsenvergrößerung – was ist das genau?

Eine Schilddrüsenvergrößerung wird in der Medizin als Struma bezeichnet. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Drüsenschwellung. Im Alltag ist auch die Bezeichnung „Kropf“ gebräuchlich. Gemeint ist damit eine Vergrößerung des Schilddrüsenvolumens, die durch verschiedene Ursachen entstehen kann. 

Eine vergrößerte Schilddrüse kann Männer und Frauen aller Altersgruppen betreffen und sowohl als Struma diffusa, als Knoten oder in anderen Formen auftreten. Häufig steht sie im Zusammenhang mit einem Jodmangel, kann aber gleichermaßen durch andere Faktoren wie autoimmune Erkrankungen verursacht werden.

Wenn sich die Schilddrüse vergrößert, kann sie je nach Ursache unterschiedliche Veränderungen aufweisen. Ein genauer Blick auf die verschiedenen Formen hilft dabei, Beschwerden besser einzuordnen und die passende Behandlung zu planen.

Die verschiedenen Arten einer Schilddrüsenvergrößerung

Eine Schilddrüsenvergrößerung kann in unterschiedlichen Varianten auftreten, die jeweils andere diagnostische und therapeutische Ansätze erfordern. Hier ein Überblick über die verschiedenen Formen:

Nach Wachstum

  • Struma diffusa: Bei dieser Form liegt eine gleichmäßige Vergrößerung der gesamten Schilddrüse ohne abgrenzbare Knoten vor. Häufig besteht ein Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen wie der Hashimoto-Thyreoiditis oder mit Jodmangel.
  • Struma nodosa: Hier bilden sich einzelne oder mehrere Knoten innerhalb der Schilddrüse. Diese können gutartig oder bösartig sein und sich unterschiedlich schnell entwickeln.

Nach Lage

  • Euthyreote Struma: vergrößerte Schilddrüse, die jedoch weiterhin normale Mengen an Schilddrüsenhormonen produziert
  • Hyperthyreote Struma: Schilddrüsenvergrößerung mit erhöhter Produktion von Hormonen 
  • Hypothyreote Struma: Schilddrüse ist vergrößert, produziert aber zu wenige Hormone

Sonderformen

  • Struma maligna: Dabei handelt es sich um eine bösartige Form der Schilddrüsenvergrößerung, die durch Schilddrüsenkrebs verursacht wird. Sie kann als einzelner Knoten oder in Form mehrerer Knoten auftreten, die oft schneller wachsen und sich fester anfühlen.
  • Adenom der Schilddrüse: Ein Adenom ist ein gutartiger Tumor, der sich als einzelner Knoten in der Schilddrüse zeigt. Manche Adenome sind hormonaktiv und erhöhen die Produktion von Schilddrüsenhormonen, andere bleiben ohne Einfluss auf die Hormonbildung.

Wie sieht eine Struma aus?

Eine Schilddrüsenvergrößerung zeigt sich meist als Schwellung im unteren Halsbereich unterhalb des Kehlkopfes. Je nach Ausprägung kann eine vergrößerte Schilddrüse von außen sichtbar sein oder nur beim Abtasten auffallen. In manchen Fällen ist die Schilddrüsenvergrößerung asymmetrisch, sodass eine Seite stärker hervortritt.

Die Weltgesundheitsorganisation teilt die Ausprägungen in sogenannte Struma-Grade ein. Diese helfen Ärztinnen und Ärzten dabei, das Ausmaß der Vergrößerung besser zu beurteilen:

  • Grad 0: Die Schilddrüse ist nicht sichtbar oder tastbar vergrößert. Eine Veränderung lässt sich nur im Ultraschall erkennen.
  • Grad 1: Die Schilddrüsenvergrößerung ist tastbar, aber von außen meist noch nicht sichtbar.
    • Grad 1a: Die Schilddrüse ist tastbar vergrößert, aber selbst bei zurückgeneigtem Kopf nicht sichtbar.
    • Grad 1b: Die Vergrößerung lässt sich ertasten und wird erst sichtbar, wenn der Kopf in den Nacken gelegt wird.
  • Grad 2: Die vergrößerte Schilddrüse ist bei normaler Kopfhaltung sichtbar und deutlich tastbar.
  • Grad 3: Die Schilddrüse ist stark vergrößert und auf den ersten Blick erkennbar. In ausgeprägten Fällen kann sie auf umliegende Strukturen drücken und Beschwerden wie Atemprobleme verursachen.

Schilddrüsenknoten bei einer Struma

Bei einer Schilddrüsenvergrößerung können sich zusätzlich Schilddrüsenknoten bilden. Diese unterscheiden sich in ihrer Struktur und darin, wie aktiv sie Schilddrüsenhormone produzieren. Zum besseren Überblick finden Sie hier die Arten von Knoten einfach erklärt:

  • Kalte Knoten: In diesen Knoten innerhalb der Schilddrüse wird kaum oder kein Jod aufgenommen, sodass nur sehr wenige oder keine Schilddrüsenhormone gebildet werden. Kalte Knoten sind häufig gutartig. Da sich ihre Art nicht allein über die Hormonaktivität beurteilen lässt, werden sie genauer untersucht, um bösartige Veränderungen auszuschließen.
  • Warme oder heiße Knoten: Diese Art von Knoten nimmt vermehrt Jod auf und produziert entsprechend viele Schilddrüsenhormone. Heiße Knoten sind in der Regel gutartig, können jedoch eine Schilddrüsenüberfunktion auslösen, wenn sie zu viele Hormone bilden.
  • Zysten: Dabei handelt es sich um mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume innerhalb der Schilddrüse. Zysten sind meist harmlos und lassen sich gut im Ultraschall erkennen. Da sie kein Jod aufnehmen, erscheinen sie in bestimmten Untersuchungen ähnlich wie kalte Knoten.
  • Kolloidknoten: Diese Form entsteht durch Veränderungen im Schilddrüsengewebe, bei denen sich Speicherstrukturen für Hormone vergrößern oder verändern. Dadurch sammelt sich mehr Speicherstoff (Kolloid) an und es bildet sich ein Knoten. Kolloidknoten kommen in der Bevölkerung häufig vor, insbesondere bei Menschen im höheren Lebensalter. Sie sind in der Regel gutartig, können aber durch ihr Wachstum zu lokalen Beschwerden wie Druckgefühl oder Schluckproblemen führen.

Ursachen: Warum vergrößert sich die Schilddrüse?

Die Ursachen für eine Schilddrüsenvergrößerung können vielfältig sein. Die zugrundeliegende Hauptursache ist häufig ein Jodmangel. Zu wenig Jod führt zu einer unzureichenden Produktion von Schilddrüsenhormonen, was das Drüsengewebe zum Wachstum anregt. Andere Ursachen können Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow sein, bei denen das Immunsystem fälschlicherweise die Schilddrüsenzellen angreift.

Zusätzlich zum Mangel an Jod und Autoimmunerkrankungen können folgende Faktoren eine Schilddrüsenvergrößerung verursachen:

Veränderungen, welche die Hormone betreffen

Schwangerschaft und Pubertät können aufgrund von Veränderungen der Hormone vorübergehende oder dauerhafte Schilddrüsenvergrößerungen bewirken.

Strumigene Substanzen

Bestimmte Substanzen in Nahrungsmitteln und Medikamenten können die Aufnahme von Jod blockieren oder die Hormonproduktion stören. Dazu gehören beispielsweise natürliche Inhaltsstoffe in Kohlarten oder der Wirkstoff Lithium in Medikamenten. Beides kann langfristig zu einer Vergrößerung der Schilddrüse führen.

Schilddrüsenknoten und -tumoren

Sowohl gutartige als auch bösartige Neubildungen von Schilddrüsenknoten können das Gewebe der Schilddrüse vergrößern.

Strahlungsexposition

Strahlung, insbesondere im Halsbereich, kann zu Veränderungen in der Schilddrüse führen und eine Vergrößerung bewirken.

Welche Symptome können bei einer Schilddrüsenvergrößerung auftreten?

Symptome einer Schilddrüsenvergrößerung

Bei einer Schilddrüsenvergrößerung können diverse Beschwerden in Erscheinung treten, abhängig von der Stärke der Vergrößerung und davon, ob eine Über- oder Unterfunktion vorliegt. Häufige Anzeichen sind eine sichtbare Schwellung am Hals, Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen und eine Veränderung der Stimme. Weitere Symptome können je nachdem, ob eine Über- oder Unterfunktion der vergrößerten Schilddrüse vorliegt, variieren. Sie umfassen Gewichtsveränderungen, Energiemangel oder Nervosität.

Zudem gibt es eine Reihe anderer Anzeichen, die mit dem Status der Schilddrüsenhormone zusammenhängen:

  • Symptome bei Überfunktion (Hyperthyreose): Dazu zählen unter anderem ungewollter Gewichtsverlust, Herzrasen, erhöhte Schwitzneigung, Zittern, Reizbarkeit und Schlafstörungen.
  • Symptome bei Unterfunktion (Hypothyreose): Typische Symptome sind Gewichtszunahme, Müdigkeit, depressive Verstimmungen, trockene Haut, Haarausfall und eine Verlangsamung des Herzschlags.
  • Allgemeine Beschwerden: Unabhängig von der Funktionslage können Symptome wie ein Druckgefühl am Hals, Heiserkeit und eine sichtbare Vergrößerung des Halsumfangs auftreten, die insbesondere beim Liegen bemerkt werden.

Diagnostik und Untersuchung: So stellt man eine Vergrößerung der Schilddrüsen fest

Um eine Schilddrüsenvergrößerung festzustellen, verwenden Ärztinnen und Ärzte typischerweise den Ultraschall, der detaillierte Bilder der Schilddrüse liefert und Knoten oder Veränderungen der Struktur aufzeigen kann. Ob eine Unter- oder Überfunktion der vergrößerten Schilddrüse vorliegt, kann ein Bluttest durch das Messen der Schilddrüsenhormone zeigen. Zusätzlich gibt ein Schlucktest darüber Aufschluss, ob die vergrößerte Schilddrüse das Schlucken beeinträchtigt.

Die Diagnose einer Schilddrüsenvergrößerung beinhaltet oft mehrere Schritte, um die Ursache und das Ausmaß der Erkrankung zu bestimmen:

Vergrößerung der Schilddrüse: Diagnose und Untersuchung

Tastuntersuchung

Die Tastuntersuchung können Sie bei der Internistin oder dem Internisten vornehmen lassen. Die Ärztin oder der Arzt stellt durch ein sorgfältiges Abtasten der Schilddrüse Veränderungen fest, was oft der erste Schritt in der Untersuchung ist.

Schilddrüsenfunktionstests

Diese Tests messen die Konzentrationen der Hormone Thyroxin (T4), Triiodthyronin (T3) und Thyreotropin (TSH) im Blut, um die Funktionslage der Schilddrüse zu beurteilen.

Szintigraphie

Bei diesem Verfahren wird ein radioaktives Isotop verwendet, um die Aktivität und Struktur der Schilddrüse zu visualisieren. Die Szintigrafie ist besonders nützlich bei der Bewertung von kalten oder heißen Knoten. 

Feinnadelaspirationsbiopsie

Ärztinnen und Ärzte führen diese Untersuchung durch, um Zellen aus auffälligen Knoten zu gewinnen und auf Anzeichen von Schilddrüsenkrebs zu untersuchen. Sie wird meist dann durchgeführt, wenn der Ultraschall oder die Szintigraphie verdächtige Befunde aufgewiesen hat.

Behandlung: Was macht man bei einer Schilddrüsenvergrößerung?

Die Behandlung einer Schilddrüsenvergrößerung richtet sich nach Ursache, Ausprägung und Beschwerden. Wurde der Verdacht auf eine vergrößerte Schilddrüse durch Untersuchungen bestätigt, können im nächsten Schritt gezielt passende Therapien ausgewählt werden. Diese stehen dabei zur Verfügung:

Jodzufuhr erhöhen

Ein häufiger Auslöser für eine vergrößerte Schilddrüse kann Jodmangel sein. In solchen Fällen kann eine ausreichende Jodzufuhr helfen, das Wachstum der Schilddrüse zu bremsen oder rückgängig zu machen. Das erfolgt meist über die Ernährung oder durch ärztlich verordnete Jodpräparate. Eine Erhöhung der Jodzufuhr wird vor allem bei einer Struma diffusa eingesetzt.

Medikamentöse Therapie

Medikamente kommen zum Einsatz, wenn die Hormonproduktion der Schilddrüse verändert ist.

  • Bei einer Unterfunktion werden fehlende Schilddrüsenhormone ersetzt.
  • Bei einer Überfunktion können sogenannte Thyreostatika dazu beitragen, die Hormonproduktion zu senken.

Ziel ist es, die Hormonwerte zu normalisieren und Beschwerden zu lindern.

Radiojodtherapie

Die Radiojodtherapie wird häufig bei einer Struma nodosa oder bei einer Überfunktion eingesetzt. Dabei wird radioaktives Jod aufgenommen und in der Schilddrüse angereichert. Das Gewebe wird dadurch verkleinert, ohne dass ein operativer Eingriff notwendig ist.

Operation

Eine Operation der Schilddrüse kommt infrage, wenn die Schilddrüse schon zu groß gewachsen ist, Beschwerden wie Schluck- oder Atemprobleme auftreten oder der Verdacht auf eine bösartige Veränderung besteht. Dabei wird die Schilddrüse ganz oder teilweise entfernt. Nach dem Eingriff ist häufig eine dauerhafte medikamentöse Behandlung erforderlich.

Thermoablation

Die Thermoablation ist ein minimalinvasives Verfahren, bei dem Knoten gezielt durch Hitze zerstört werden. Diese Methode eignet sich vor allem bei gutartigen Veränderungen und kann eine Alternative zur Operation sein, wenn nur einzelne Knoten behandelt werden müssen.

Behandlung Ihrer Schilddrüsenvergrößerung in den Kliniken der St. Augustinus Gruppe

Behandlung einer Schilddrüsenvergrößerung durch ein erfahrenes Team

In den Kliniken der St. Augustinus Gruppe erhalten Sie durch fachübergreifende Expertise eine spezialisierte medizinische Versorgung und umfassende Betreuung bei einer krankhaften Schilddrüsenvergrößerung. Unsere erfahrenen Internistinnen und Internisten, Endokrinologinnen und Endokrinologen sowie Chirurginnen und Chirurgen arbeiten eng zusammen, um die Hauptursache Ihrer Erkrankung zu diagnostizieren. So bekommen Sie eine individuelle Behandlung, die genau auf Ihr Krankheitsbild passt.

Der Fachbereich Chirurgie der St. Augustinus Gruppe ist für seine fortschrittlichen, minimal-invasiven Techniken bekannt, die den Heilungsprozess beschleunigen und die Risiken minimieren. In unserer Ernährungsberatung unterstützen wir Sie gerne zusätzlich dabei, Ihre Jodzufuhr zu optimieren, was besonders bei durch Jodmangel verursachten Schilddrüsenvergrößerungen von Bedeutung ist.

Nach einer operativen Behandlung erhalten Sie bei uns eine intensive Nachsorge, um eine optimale Einstellung der Schilddrüsenfunktion zu gewährleisten und eine kontinuierliche Verbesserung Ihres Gesundheitszustandes zu fördern.

Kliniken der St. Augustinus Gruppe mit Schwerpunkt Chirurgie

Wir beantworten Ihre Fragen zum Thema Vergrößerung der Schilddrüsen

Was kann eine vergrößerte Schilddrüse bedeuten?

Eine Schilddrüsenvergrößerung kann auf unterschiedliche Veränderungen hinweisen. Häufig steckt ein Jodmangel dahinter, bei dem sich das Gewebe vergrößert, um die Hormonproduktion aufrechtzuerhalten. Auch Erkrankungen wie eine Thyreoiditis (Entzündung der Schilddrüse) oder knotige Veränderungen können dazu führen, dass sich die Schilddrüse vergrößert.

Abhängig von der Ursache kann die Schilddrüse trotz der Vergrößerung weiterhin normal funktionieren. Es ist jedoch auch möglich, dass sich daraus eine Über- oder Unterfunktion entwickelt. Um eine Schilddrüsenvergrößerung zu erkennen, nutzen Ärztinnen und Ärzte in der Regel Ultraschall und Blutuntersuchungen.

Kann sich eine vergrößerte Schilddrüse auch wieder zurückbilden?

Ja, in bestimmten Fällen kann sich eine Schilddrüsenvergrößerung zurückbilden. Das gilt vor allem bei einer Struma diffusa, die durch Jodmangel entstanden ist. Wird die Jodversorgung verbessert, kann sich das Schilddrüsengewebe verkleinern. Studien der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) und der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) zeigen, dass eine gezielte Behandlung mit Jod oder eine Kombination aus Jod und Schilddrüsenhormonen das Volumen der Schilddrüse reduzieren kann. Sind jedoch bereits Knoten oder strukturelle Veränderungen vorhanden, ist eine vollständige Rückbildung deutlich seltener.

Wann muss eine Struma operiert werden?

Eine Operation wird in Betracht gezogen, wenn die Schilddrüse schon zu groß für eine medikamentöse Therapie oder eine Radiojodtherapie ist. Das gilt insbesondere dann, wenn das Organ durch sein Volumen Beschwerden wie Schluck- oder Atemnot verursacht. Auch wenn der Verdacht auf eine bösartige Veränderung besteht oder sich Knoten auffällig entwickeln, kann ein Eingriff notwendig sein. Ziel einer Operation ist es, die Beschwerden zu lindern und mögliche Risiken zu reduzieren.

Welche Folgen kann eine unbehandelte vergrößerte Schilddrüse nach sich ziehen?

Eine unbehandelte Schilddrüsenvergrößerung kann verschiedene gesundheitliche Folgen haben, die sowohl die Funktion als auch die Struktur der Schilddrüse betreffen:

  • Schilddrüsenfunktionsstörungen: Es kann sich eine Über- oder Unterfunktion entwickeln, die den gesamten Stoffwechsel beeinflusst.
  • Autonomie: Einzelne Bereiche der Schilddrüse können sich der normalen Regulation entziehen und eigenständig Hormone produzieren.
  • Sichtbare Vergrößerung: Der Halsumfang kann zunehmen, sodass die Veränderung auch äußerlich deutlich erkennbar wird.
  • Wachstum in den Brustraum: In manchen Fällen wächst die Schilddrüse nach innen in den Brustraum (retrosternale Struma) und kann dort Druck auf Organe ausüben.
  • Erhöhtes Risiko für Schilddrüsenkrebs: In seltenen Fällen können sich bösartige Veränderungen entwickeln, insbesondere bei bestimmten Knoten.

Was sind goitrogene Substanzen?

Goitrogene Substanzen sind natürliche oder synthetische Chemikalien, welche die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen können, indem sie die Aufnahme von Jod blockieren. Diese Substanzen sind häufig in bestimmten Lebensmitteln wie Soja, Kohl und Brokkoli zu finden. Eine hohe Aufnahme von goitrogenen Substanzen kann bei empfindlichen Personen zur Entwicklung eines Kropfes führen, insbesondere wenn die Jodzufuhr unzureichend ist.

Das sagen unsere Experten zum Thema Schilddrüsenvergrößerung

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