Myom: Was ist das?

Überblick über Myome in der Gebärmutter, Symptome und Möglichkeiten der Behandlung

Druckgefühle im Unterleib oder eine ungewöhnlich starke Regelblutung können für Frauen oder Personen mit Gebärmutter sehr belastend sein. Auslöser für solche Symptome kann ein Myom sein, auch Gebärmuttermyom oder Uterusmyom genannt. Diese Muskelknoten werden häufig im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung festgestellt. Obwohl die Diagnose im ersten Moment verunsichern kann, handelt es sich bei einem Myom um eine gutartige Wucherung in der Muskelschicht der Gebärmutter. Längst nicht jedes Myom verursacht Beschwerden oder muss aktiv behandelt werden.

In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte rund um Myome. Wir geben Ihnen einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Arten sowie über die Ursachen für ihre Entstehung. Zudem informieren wir Sie darüber, welche Symptome Myome in der Gebärmutter verursachen können und welche Möglichkeiten es gibt, um Myome behandeln zu lassen.

Was sind Myome?

Myome sind knotige Wucherungen, die sich aus dem Muskelgewebe der Gebärmutter bilden. Es handelt sich dabei um gutartige Tumore, die keine Metastasen bilden und nicht in benachbartes Gewebe einwandern. Eine bösartige Entartung ist bei einem Gebärmuttermyom sehr selten.

Die Entstehung solcher Uterusmyome hängt eng mit dem weiblichen Hormonhaushalt zusammen. Das in den Eierstöcken gebildete Östrogen fördert das Wachstum der Muskelknoten. Deshalb wachsen Myome in der Gebärmutter ausschließlich nach der Pubertät und betreffen statistisch gesehen etwa jede dritte Frau oder Person mit Gebärmutter ab dem 35. Lebensjahr.

Nach den Wechseljahren ändert sich die Situation für betroffene Patientinnen und Patienten meist deutlich: Wenn die Hormonproduktion nach dem Ausbleiben der Regelblutung sinkt, nimmt auch die Größe der Myome häufig wieder ab. Eine Neuentstehung von Myomen nach der Menopause oder den Wechseljahren ist nicht bekannt.

Überblick über verschiedene Myomtypen

Modell zum zeigen von Myomarten in der Gebärmutter

Die Gynäkologie teilt Myome nach ihrer genauen Lage innerhalb oder außerhalb der Gebärmutterwand in verschiedene Kategorien ein. Diese Einteilung hilft dabei zu verstehen, warum manche Myome unbemerkt bleiben, während andere gezielte Behandlungen erfordern. Hier finden Sie die gängigsten Typen:

Intramurales Myom

Hierbei handelt es sich um die häufigste Form von Myomen. Sie entwickeln sich vollständig innerhalb der Muskelschicht der Gebärmutterwand. Je nach Volumen können sie die Gebärmutter vergrößern und so zu starken Regelblutungen oder einem Druckgefühl im Becken führen.

Submuköses Myom

Dieser Typ befindet sich direkt unter der Gebärmutterschleimhaut. Da submuköse Myome in die Gebärmutterhöhle hineinwachsen, verursachen sie oft schon bei geringer Größe starke oder langanhaltende Blutungen.

Gestieltes submuköses Myom

Bei dieser Variante ist der Muskelknoten über einen dünnen Gewebestiel mit der Gebärmutterwand verbunden. In manchen Fällen kann dieser gestielte Knoten durch den Gebärmutterkanal in Richtung Scheide wandern. Dieser Vorgang kann mit starken Schmerzen und Blutungen einhergehen. Da das Gewebe in der Scheide anfälliger für Infektionen ist, erfordert diese Entwicklung in der Regel eine zeitnahe ärztliche Behandlung.

Zervixmyom

Die Entwicklung findet hier im Gewebe des Gebärmutterhalses statt. Aufgrund ihrer Lage können Zervixmyome den Gebärmutterkanal verengen und so Beschwerden beim Geschlechtsverkehr oder Probleme bei einer geplanten Schwangerschaft verursachen.

Subseröses Myom

Das Wachstum findet an der Außenseite der Gebärmutter in den Bauchraum hinein statt. Subseröse Myome haben meist keinen Einfluss auf die Regelblutung, können aber ab einer gewissen Größe auf die Blase oder den Darm drücken.

Gestieltes subseröses Myom

Der Knoten sitzt wie ein Pilz auf der Außenseite der Gebärmutter und ist lediglich über einen schmalen Stiel mit ihr verbunden. Wenn sich dieser Stiel um die eigene Achse dreht, kann das zu plötzlichen, starken Schmerzen führen.

Intraligamentäres Myom

Solche Myome wachsen seitlich in den Haltebändern der Gebärmutter. Aufgrund ihrer Nähe zu den Harnleitern und großen Blutgefäßen des Beckens erfordern sie eine sorgfältige Überwachung. Verursachen sie durch ihre Lage Druck auf die Harnwege oder Gefäße, ist eine Behandlung ratsam, um Folgeschäden an den Nieren oder Durchblutungsstörungen zu vermeiden.

In der medizinischen Praxis wird zusätzlich zwischen Myomen mit und ohne Symptome unterschieden. Viele Patientinnen und Patienten leben völlig beschwerdefrei, da die Muskelknoten oft klein bleiben oder an Stellen sitzen, die keine Organfunktionen beeinträchtigen. Ob und in welcher Form körperliche Beschwerden auftreten, hängt primär von der Größe und Lokalisation der Wucherungen ab.

Ursachen: Wie entsteht ein Myom?

Warum manche Frauen und Personen mit Gebärmutter Myome entwickeln und andere nicht, ist medizinisch noch nicht abschließend geklärt. Es ist jedoch bekannt, dass insbesondere die genetische Veranlagung und hormonelle Faktoren die Entstehung dieser gutartigen Wucherungen beeinflussen können. Folgende Faktoren können die Bildung von Myomen in der Gebärmutter begünstigen:

Hormonelle Einflüsse

Das Wachstum der Muskelknoten wird maßgeblich durch die weiblichen Geschlechtshormone gesteuert. Vor allem Östrogen regt die Teilung der Zellen in der Muskelschicht an, weshalb Myome nur im geschlechtsreifen Alter auftreten.

Genetische Veranlagung

Es gibt eine familiäre Häufung bei dieser Diagnose. Wenn bereits die Mutter oder Schwestern Myome hatten, ist das Risiko für weitere Patientinnen und Patienten innerhalb der Familie erhöht, ebenfalls Muskelknoten zu entwickeln.

Alter

Die Wahrscheinlichkeit für ein Gebärmuttermyom steigt mit zunehmendem Lebensalter bis zum Beginn der Menopause an. Die meisten Diagnosen werden bei Frauen und Personen mit Gebärmutter ab dem 35. Lebensjahr gestellt.

Gewicht

Starkes Übergewicht (Adipositas) kann das Risiko erhöhen. Da im Fettgewebe ebenfalls Östrogene gebildet werden, steigt der Hormonspiegel insgesamt an. Diese erhöhte Hormonkonzentration kann das Wachstum der Muskelknoten zusätzlich begünstigen.

Reproduktive Faktoren

Frauen oder Personen mit Gebärmutter, die bereits früh ihre erste Regelblutung hatten oder in fortgeschrittenem Alter noch kinderlos sind, können ein höheres Risiko für Myome aufweisen.

Neben den grundlegenden Ursachen beeinflussen spezifische Lebensphasen das Wachstum bestehender Myome. Da die Muskelknoten hormonabhängig reagieren, führen Schwankungen im Östrogenspiegel oft zu deutlichen Veränderungen. Während einer Schwangerschaft steigt die Hormonkonzentration im Körper stark an, was bei vielen Betroffenen dazu führen kann, dass vorhandene Myome in der Größe zunehmen. Nach der Entbindung reguliert sich der Haushalt meist wieder, sodass die Knoten häufig von selbst schrumpfen. Ein gegenteiliger Effekt zeigt sich mit dem Eintritt in die Wechseljahre. Da mit dem Ende der Fruchtbarkeit der Östrogenspiegel dauerhaft absinkt, entstehen in der Regel keine neuen Myome mehr und bestehende Befunde bilden sich meist deutlich zurück.

Symptome und typische Beschwerden bei Myomen

Obwohl es sich bei einem Gebärmuttermyom um eine gutartige Wucherung handelt, die in der Regel nicht gefährlich ist, können die Muskelknoten die Lebensqualität erheblich einschränken. Patientinnen und Patienten bemerken die Gebärmuttermyome lange Zeit gar nicht. Spürbare Symptome treten häufig erst auf, wenn die Knoten eine gewisse Größe erreichen oder an ungünstigen Stellen wachsen. Die Art der Beschwerden hängt dabei stark von der Lage der Myome in der Gebärmutter ab. Zu den Symptomen gehören:

  • Blutungsstörungen: Hierbei handelt es sich um eines der häufigsten Symptome eines Gebärmuttermyoms. Betroffene haben oft eine sehr starke oder langanhaltende Regelblutung sowie Zwischenblutungen, was den Alltag beeinträchtigen kann.
  • Schmerzen: Uterusmyome können krampfartige Schmerzen während der Periode oder ein dauerhaftes Ziehen im Unterleib verursachen. In Fällen von Stieldrehungen führen Myome plötzlich zu akuten, heftigen Schmerzattacken. Dabei dreht sich ein gestieltes Myom um die eigene Achse und unterbindet so seine eigene Blutversorgung.
  • Druckbeschwerden: Wenn Myome auf benachbarte Organe drücken, entstehen häufig Probleme beim Wasserlassen oder Verstopfungen. Auch ein ständiger Harndrang oder ein allgemeines Druckgefühl im Beckenbereich sind typisch.
  • Vergrößerter Bauchumfang: Erreichen die Muskelknoten eine beträchtliche Größe, kann sich der Unterbauch sichtbar vorwölben, was von Betroffenen oft als unangenehmes Spannungsgefühl wahrgenommen wird.
  • Anämie: Durch den hohen Blutverlust bei verstärkten Blutungen kann es zu einem Eisenmangel und einer daraus resultierenden Blutarmut kommen. Eine Anämie äußert sich häufig durch chronische Müdigkeit, Blässe und Kurzatmigkeit.
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr: Besonders Myome, die nahe am Gebärmutterhals oder in der Scheide liegen, können bei sexueller Aktivität zu mechanischen Reizungen und Schmerzen führen.
Welche Symptome treten bei Myomen in der Gebärmutter auf?

Welche Komplikationen können sich bei Myomen entwickeln?

In den meisten Fällen verlaufen Myomerkrankungen ohne schwere Komplikationen. Dennoch können die Lage, eine starke Größenzunahme oder eine ungünstige Form der Muskelknoten medizinische Probleme verursachen, die über die typischen Symptome hinausgehen. Folgende Komplikationen können im Verlauf auftreten:

Stielverdrehung

Bei gestielten Myomen besteht das Risiko, dass sich der dünne Gewebestiel um die eigene Achse dreht. Dadurch wird die Blutzufuhr zum Myom schlagartig unterbrochen. Diese mechanische Abschnürung führt zu einer akuten Unterversorgung des Gewebes, was plötzliche, heftige Schmerzen im Unterleib auslösen und eine zeitnahe Operation erforderlich machen kann.

Nekrosen und Gewebeveränderungen

Wächst ein Myom sehr schnell, kann die körpereigene Blutversorgung nicht mehr Schritt halten. Das Gewebe im Inneren des Knotens stirbt mangels Nährstoffen ab, was oft mit starken Schmerzen und Entzündungsreaktionen einhergeht. Dieser Vorgang wird als Nekrose bezeichnet. 

In diesem Zusammenhang tritt häufig die Sorge auf, dass ein Myom „platzen“ könnte. Medizinisch gesehen platzen Myome nicht wie eine Zyste, jedoch können durch den Gewebeuntergang Einrisse an der Oberfläche oder Einblutungen in die Bauchhöhle entstehen, die ärztlich behandelt werden müssen.

Sarkome (Bösartige Entartung)

Myome sind in ihrer Grundstruktur gutartige Tumore. Eine bösartige Entartung der Gebärmuttermuskulatur, ein sogenanntes Sarkom, ist im medizinischen Alltag eine Ausnahme. Dennoch achten Medizinerinnen und Mediziner bei Kontrolluntersuchungen auf spezifische Warnsignale. Ein solches Anzeichen kann ein auffallend schnelles Wachstum der Knoten sein. Das gilt insbesondere für die Zeit nach den Wechseljahren, da sich die Myome mangels hormoneller Stimulation in dieser Lebensphase normalerweise nicht weiter ausdehnen oder sogar zurückbilden.

Einfluss auf Fertilität und Schwangerschaft

Uterusmyome können die Familienplanung auf verschiedene Weise beeinträchtigen. Ein submuköses Myom kann beispielsweise die Einnistung der befruchteten Eizelle erschweren oder die Eileiter mechanisch blockieren. Für betroffene Frauen und Personen mit Gebärmutter bedeutet das oft, dass der Weg zur gewünschten Schwangerschaft erschwert wird. Liegt bereits eine Schwangerschaft vor, erhöht sich das Risiko für Fehlgeburten oder vorzeitige Wehen, die zu einer Frühgeburt führen kann. 

Zudem fungieren große oder tiefsitzende Myome im letzten Drittel der Schwangerschaft die natürliche Geburt erschweren. Sie können das Kind in eine Lageanomalie zwingen oder den Geburtskanal so blockieren, dass eine natürliche Entbindung nicht möglich ist und ein Kaiserschnitt durchgeführt werden muss.

Wann sollte man ein Myom ärztlich untersuchen lassen?

Wann sollte man wegen einem Myom zum Arzt?

Ein Besuch in einer gynäkologischen Praxis ist ratsam, sobald Symptome des Myoms das allgemeine Wohlbefinden einschränken. Insbesondere bei ungewöhnlich starken und langanhaltenden Regelblutungen oder Schmerzen im Unterleib ist eine genaue Untersuchung notwendig. Eine frühzeitige Diagnose klärt hierbei nicht nur die Ursache, sondern beugt auch Folgeerscheinungen wie einer chronischen Blutarmut vor.

Jenseits akuter Beschwerden ermöglicht eine regelmäßige Vorsorge, Myome bereits in einem frühen Stadium durch einfaches Abtasten oder per Ultraschall zu entdecken. Diese frühzeitige Kenntnis erlaubt es, die Entwicklung der Muskelknoten über einen längeren Zeitraum zu beobachten, ohne dass sofort ein operativer Eingriff erforderlich ist.

Auch wenn die meisten Befunde gutartig bleiben, erfordert ein rasches Wachstum engmaschige Kontrollen, um Komplikationen auszuschließen. Das gilt verstärkt für Patientinnen und Patienten in oder nach den Wechseljahren, da die hormonelle Wachstumsstimulation in dieser Lebensphase nachlässt und jede Veränderung daher einer sorgfältigen Bewertung bedarf.

Wie werden Myome diagnostiziert?

In den meisten Fällen erfolgt die Entdeckung von Myomen im Rahmen der gynäkologischen Routineuntersuchung. Um die genaue Lage, Größe und Anzahl der Muskelknoten zu bestimmen, kommen verschiedene diagnostische Verfahren zum Einsatz:

Tastuntersuchung

Durch das Abtasten der Gebärmutter über die Bauchdecke und die Scheide lassen sich größere Myome oft schon direkt feststellen. Vergrößerungen oder Unregelmäßigkeiten in der Form des Organs liefern erste Hinweise auf das Vorliegen von Muskelknoten.

Vaginaler Ultraschall

Diese Untersuchung bildet die Grundlage der Diagnostik. Mit einer Ultraschallsonde, die in die Scheide eingeführt wird, lassen sich selbst kleine Myome sichtbar machen und Ärztinnen und Ärzte können ihre exakte Position innerhalb der Gebärmutterwand bestimmen.

MRT (Magnetresonanztomografie)

Bei sehr großen Myomen oder mehreren Knoten liefert eine MRT-Untersuchung ein präzises Bild der gesamten Beckenregion. Das Verfahren ermöglicht eine räumliche Darstellung, die besonders vor operativen Eingriffen für die chirurgische Planung sinnvoll ist.

Myome behandeln: Welche Möglichkeiten gibt es?

Die Diagnose eines Uterusmyoms bedeutet keineswegs automatisch, dass ein operativer Eingriff notwendig ist. Viele Myome verursachen keine Beschwerden und erfordern lediglich eine regelmäßige Beobachtung. Besteht jedoch Behandlungsbedarf, stehen heute vielfältige Methoden zur Verfügung. 

Die Wahl des passenden Verfahrens sollte in einem persönlichen Gespräch mit einer Spezialistin oder einem Spezialisten erfolgen. Dabei werden die jeweiligen Vor- und Nachteile sowie Faktoren wie der Wunsch nach Erhalt der Fruchtbarkeit sorgfältig abgewogen.

Wie kann man ein Myom behandeln?

Operative Verfahren

Verursachen Myome starke Schmerzen, anhaltende Blutungen oder beeinträchtigen sie die Fruchtbarkeit, kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein. Ziel ist es in der Regel, die Myome gezielt zu entfernen und die Gebärmutter dabei zu erhalten.

  • Myomkern-Ausschälung (Myomektomie): Bei diesem Verfahren werden die Myome gezielt aus der Gebärmutterwand gelöst, während das Organ selbst erhalten bleibt. Eine Myomektomie kann besonders für Betroffene mit Kinderwunsch eine geeignete Methode sein, da die Gebärmutterfunktion bei diesem Eingriff gewahrt wird.
  • Bauchspiegelung (Laparoskopie): Eine minimalinvasive Bauchspiegelung erfolgt über kleine Schnitte in der Bauchdecke, durch die eine Kamera und chirurgische Instrumente eingeführt werden. Die Laparoskopie ist schonend, verkürzt die Erholungszeit und hinterlässt kaum sichtbare Narben.
  • Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie): Myome, die direkt unter der Schleimhaut liegen oder in die Gebärmutterhöhle hineinragen, können mithilfe einer Gebärmutterspiegelung ohne äußere Schnitte über die Scheide entfernt werden. Eine Hysteroskopie ist in der Regel komplikationsarm und ermöglicht eine schnelle Rückkehr in den Alltag.
  • Bauchschnitt (Laparotomie): Bei sehr großen oder ungünstig gelegenen Myomen kann ein eine Laparotomie erforderlich sein. Sie bietet dem chirurgischen Team eine bessere Übersicht und einen direkten Zugang, geht jedoch häufig mit einer längeren Heilungsphase einher.
  • Gebärmutterentfernung (Hysterektomie): Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist und andere Methoden keinen Erfolg versprechen, kann die vollständige oder teilweise Gebärmutterentfernung in Betracht gezogen werden. Mit einer Hysterektomie werden die Beschwerden dauerhaft und endgültig beseitigt.

Nicht-operative Verfahren

Für Patientinnen und Patienten, die eine Operation vermeiden möchten, gibt es moderne Alternativen, die darauf abzielen, das Gewebe des Myoms schrumpfen zu lassen.

  • Myomembolisation (UAE): Über einen Katheter werden winzige Kunststoffpartikel in die Blutgefäße gespritzt, die das Myom versorgen. Durch den künstlich herbeigeführten Gefäßverschluss wird das Wachstum gestoppt und der Knoten schrumpft mit der Zeit.
  • MRT-gesteuerter fokussierter Ultraschall (MRgFUS): Hochintensive Ultraschallwellen werden präzise gebündelt, um das Gewebe des Myoms durch Hitze zu zerstören. Ein zeitgleich durchgeführtes MRT dient dabei als präzise Navigation: Es ermöglicht die punktgenaue Ausrichtung der Wellen und überwacht die Temperatur im Gewebe, um umliegende Organe zu schützen. Da die Behandlung vollkommen ohne Schnitte auskommt, bleibt die körperliche Belastung sehr gering.
  • Medikamentöse Therapie: Die Behandlung mit Medikamenten zielt auf eine Verkleinerung der Myome ab. Sogenannte GnRH-Analoga versetzen den Körper vorübergehend in einen künstlichen Mangel an Östrogen, wodurch die Myome schrumpfen. Dieses Vorgehen wird häufig zur Vorbereitung einer Operation genutzt. Parallel dazu dient eine Behandlung der Beschwerden mit Schmerzmitteln oder hormonellen Präparaten wie der Spirale dazu, übermäßig starke Regelblutungen zu kontrollieren und den Alltag der Frauen oder Personen mit Gebärmutter zu erleichtern.

Myome in den Kliniken der St. Augustinus Gruppe behandeln lassen

Die Diagnose eines Myoms erfordert eine Therapie, die exakt auf die Lebensphase und die individuellen Ziele der Patientinnen und Patienten zugeschnitten ist. Im Fachbereich der Gynäkologie der St. Augustinus Gruppe finden Betroffene ein fachübergreifendes Netzwerk, das von der ersten Diagnostik bis zur spezialisierten Behandlung eine lückenlose Betreuung sicherstellt. In unseren Kliniken für Gynäkologie arbeiten Expertenteams Hand in Hand, um für jede Patientin oder Person mit Gebärmutter die am wenigsten belastende Lösung zu finden.

Da Myome aufgrund ihrer Lage oft Druck auf die benachbarten Organe ausüben, ist eine spezialisierte Betrachtung angrenzender Funktionsbereiche erforderlich. Treten beispielsweise Senkungsbeschwerden oder Probleme mit der Blasenfunktion wie eine Harninkontinenz auf, bietet unsere Urogynäkologie gezielte Hilfe an, um die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Ein besonderer Fokus liegt außerdem auf der Begleitung von betroffenen Personen mit Kinderwunsch oder Myomen während der Schwangerschaft. Unsere Expertinnen und Experten der Geburtshilfe verfügen über umfassende Erfahrung im Umgang mit Myomen. In unseren Kliniken für Geburtshilfe sorgen wir für eine sichere Umgebung, die eine risikobewusste und zugleich persönliche Entbindung ermöglicht.

Abgerundet wird unser ganzheitlicher Therapieansatz durch begleitende Angebote, die den Körper von innen heraus unterstützen. Da das Wachstum von Myomen hormonell beeinflusst werden kann, trägt beispielsweise eine gezielte Ernährungsberatung dazu bei, das allgemeine Wohlbefinden zu steigern und den Erfolg der Behandlung positiv zu beeinflussen.

Kliniken der St. Augustinus Gruppe mit Schwerpunkt Gynäkologie

Das sagen unsere Experten zum Thema Myome

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