Die psychische Krankheit NPS zeichnet sich bei betroffenen Personen durch eine tiefgreifende Störung des Selbstwertgefühls und der Selbstwahrnehmung aus. Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung haben im Unterschied zu Menschen mit narzisstischen Zügen eine tief verwurzelte Störung, die zwischenmenschliche Beziehungen und das gesamte Leben der betroffenen Personen prägt. Krankhafte Narzisstinnen und Narzissten zeigen häufig ein konstantes Bedürfnis nach Bewunderung und Anerkennung und haben oft Schwierigkeiten, ihre eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen.
Laut einer Überprüfung von fünf epidemiologischen Studien liegt die mittlere Prävalenz der narzisstischen Persönlichkeitsstörung bei etwa 1,6 % der Bevölkerung. Zudem tritt NPS häufiger bei Männern als bei Frauen auf. Die Kriterien des ICD-10 (F60.8) geben die Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung vor.
In der 10. Revision der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem ICD-10, wird die narzisstische Persönlichkeitsstörung unter F60.8 geführt, also unter der Kategorie „Sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen“.