Was ist eine Blasensenkung?

Symptome, Ursachen und Behandlungen bei Blasensenkung

Laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen haben nach Schätzungen etwa fünf Prozent aller Frauen eine Senkung des Beckenbodens, die belastende Beschwerden auslöst. Die häufigste Form ist die Blasensenkung (Zystozele). Sie kann sich nach einer Geburt zeigen oder erst im höheren Alter. Ein Druckgefühl in der Scheide oder Probleme beim Wasserlassen werfen dann schnell Fragen auf. Je genauer Sie wissen, was in Ihrem Beckenboden passiert, desto leichter fallen Ihnen das Gespräch in der Sprechstunde und die Entscheidung für einen Weg, der zu Ihnen passt. 

In diesem Ratgeber erfahren Sie, in welche Grade Ärztinnen und Ärzte eine Senkung einteilen, welche Beschwerden typisch sind, wie die Senkung aussieht und ob Sie eine Blasensenkung selbst ertasten können. Sie lesen außerdem, warum der Beckenboden nachgibt, wann die Senkung gefährlich wird, wie die Diagnose abläuft und wann Beckenbodentraining, Pessar oder Operation infrage kommen. 

Was ist eine Blasensenkung?

Bei einer Blasensenkung sinkt die Harnblase nach unten und drückt gegen die vordere Scheidenwand, also die vordere Wand der Vagina. Der Fachbegriff dafür lautet Zystozele, umgangssprachlich ist auch von einem Blasenvorfall die Rede.  

Die Erkrankung gehört zu den Senkungen der Beckenorgane, auch Beckenbodensenkung genannt: Ist der Beckenboden geschwächt, können neben der Blase auch die Gebärmutter, die Scheide oder der Enddarm tiefer treten. Weil dasselbe Bindegewebe mehrere Organe trägt, sinken sie oft gemeinsam ab. 

Tritt die Gebärmutter tiefer, sprechen Ärztinnen und Ärzte von einer Gebärmuttersenkung, beim Enddarm von einer Darmsenkung. Fachleute fassen diese Formen unter dem Begriff Genitalsenkung (Descensus genitalis) zusammen. Die Probleme, die daraus entstehen, heißen Senkungsbeschwerden. 

Welche Grade einer Senkung unterscheiden Ärztinnen und Ärzte?

Wie weit die Organe abgesunken sind, zeigt die gynäkologische Untersuchung

Ärztinnen und Ärzte teilen eine Senkung nach ihrem Schweregrad in vier Stufen ein, je nachdem, wie weit die Organe beim Pressen in Richtung Scheidenausgang treten: 

  • Grad 1: Der tiefste Punkt der Senkung liegt mehr als einen Zentimeter oberhalb des Hymenalsaums. Die Blase ist nur leicht abgesunken. 
  • Grad 2: Der tiefste Punkt liegt zwischen einem Zentimeter oberhalb und einem Zentimeter unterhalb des Hymenalsaums, also etwa auf Höhe des Scheideneingangs. 
  • Grad 3: Die Senkung tritt mehr als einen Zentimeter über den Hymenalsaum hinaus. Die Scheide ist aber noch nicht vollständig nach außen gestülpt. 
  • Grad 4: Die Scheide ist vollständig oder fast vollständig nach außen gestülpt. 

Was sind die Symptome einer Blasensenkung?

Ob und welche Symptome eine Blasensenkung verursacht, hängt vor allem davon ab, wie weit die Blase abgesunken ist. Eine leichte Senkung macht oft gar keine Beschwerden, spürbar wird sie meist erst bei einer stärkeren Senkung. Dann sind diese Anzeichen möglich: 

  • Druck- und Fremdkörpergefühl: Typisch ist das Gefühl, als drücke etwas im Unterleib nach unten. 
  • Probleme mit der Blase: Häufiger Harndrang, ungewollter Harnverlust oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen treten auf. 
  • Ziehende Unterbauchschmerzen: Der Schmerz sitzt im Becken oder im unteren Bauch. 
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr: Die Senkung kann Sex unangenehm machen oder behindern. 
  • Probleme beim Stuhlgang: Die Entleerung des Darms fällt schwerer. 
  • Rücken- und Kreuzschmerzen: Sie sitzen tief im unteren Rücken. 
  • Druckgeschwüre und Blutungen: In der Scheide können wunde Stellen entstehen, die bluten. 

Schmerzen, Druck- und Fremdkörpergefühl treten vor allem beim Laufen, im Stehen oder beim Stuhlgang auf. Im Liegen lassen sie oft nach. Ein ausgeprägter Vorfall belastet viele Betroffene körperlich und seelisch und kann die Lebensqualität deutlich einschränken. 

Häufig geht eine Senkung mit einer Blasenschwäche einher. Bei leichter Senkung (Grad 1 oder 2) hat etwa jede zweite Frau zusätzlich eine Belastungsinkontinenz. Beim Niesen, Husten oder Sport kommt es dann zu ungewolltem Urinverlust. Bei Grad 3 und 4 ist es eher umgekehrt: Die Blase entleert sich schwer, weil die abgesunkenen Organe die Harnröhre abknicken können. 

Ein Druckgefühl im Unterleib kann auf eine abgesunkene Blase hinweisen

Kann eine Blasensenkung Rückenschmerzen verursachen?

Ja, eine Blasensenkung kann Rückenschmerzen auslösen. Typisch ist ein tief sitzender Schmerz im Bereich des Kreuzbeins, der nachlässt, sobald die abgesunkenen Organe wieder an ihrem Platz sind. Laut der gemeinsamen Fachterminologie der International Continence Society (ICS) und der International Urogynecological Association (IUGA) ähnelt der senkungsbedingte Rückenschmerz Regelschmerzen. Weil die Schwerkraft die Senkung verstärkt, nehmen solche Beschwerden nach langem Stehen oder nach Sport zu und werden im Liegen geringer. 

Allerdings gibt es sehr viele mögliche Ursachen für Rückenschmerzen. Ob die Senkung tatsächlich dahintersteckt, klärt eine Untersuchung. Typisch für einen senkungsbedingten Rückenschmerz ist, dass er zusammen mit der Senkung auftritt und nachlässt, wenn die Senkung zurückgeschoben ist. 

Wie sieht eine Blasensenkung aus und können Sie sie selbst ertasten?

Eine Blasensenkung ist sichtbar, wenn sich die vordere Scheidenwand bis zum Scheideneingang oder darüber hinaus vorwölbt. Sie zeigt sich als Beule oder Kugel am Scheideneingang. Diese Vorwölbung können Sie direkt mit dem Finger ertasten oder sehen, zum Beispiel mithilfe eines Spiegels. 

Wenn Sie eine Blasensenkung selbst ertasten möchten, hilft Folgendes: 

  • Der Zeitpunkt spielt eine Rolle: Nach längerem Stehen ist die Senkung meist deutlicher als nach dem Liegen, weil die Schwerkraft sie verstärkt. 
  • Pressen macht sie deutlicher: Auch die Ärztin oder der Arzt beurteilt die Senkung beim Pressen, weil die Organe dann am tiefsten treten. 
  • Eine leichte Senkung bleibt oft verborgen: Bei Grad 1 liegt die Senkung noch oberhalb des Scheideneingangs und reicht deshalb nicht bis nach außen. 

Selbsttasten ersetzt keine Untersuchung. Ob die Blase, die Gebärmutter oder der Enddarm abgesunken ist und wie stark, kann nur die gynäkologische Untersuchung sicher klären. 

Warum gibt der Beckenboden nach?

Schwangerschaft, Alter und Veranlagung können den Beckenboden schwächen

Eine Blasensenkung entsteht, wenn Beckenbodenmuskulatur und Bindegewebe nachgeben und die Blase nicht mehr an ihrem Platz halten. Dazu tragen vor allem folgende Risikofaktoren bei: 

  • Schwangerschaft und vaginale Geburt: Eine vaginale Geburt kann den Beckenboden schädigen. Dauert die Austrittsphase lange, steigt das Risiko. 
  • Veranlagung: Ist das Bindegewebe erblich bedingt schwächer, gibt es den Organen von vornherein weniger Halt. 
  • Alter: Mit zunehmendem Alter verliert die Muskulatur im Becken an Kraft, und auch das Bindegewebe lässt nach. 
  • Starkes Übergewicht: Bei einer Adipositas tritt eine Senkung häufiger auf. 

Fachleute vermuten außerdem, dass schweres Heben und Tragen, chronischer Husten oder häufige Verstopfung den Beckenboden schwächen. Dazu gibt es bisher aber nur wenige Studien, deshalb ist ihre Rolle noch unklar. 

Ist eine Blasensenkung gefährlich?

Eine Blasensenkung bleibt bei den meisten Betroffenen leicht und macht oft keine Beschwerden. Bei einer stärkeren Senkung (Grad 3 und 4) kann sich die Blase jedoch schlechter entleeren. 

Gefährlich kann eine Blasensenkung werden, wenn dauerhaft Urin in der Blase zurückbleibt. Dieser sogenannte Restharn gilt als mögliche Ursache wiederkehrender Harnwegsinfekte. Als wiederkehrend gelten Harnwegsinfekte, wenn Ärztinnen und Ärzte innerhalb von zwölf Monaten mindestens drei feststellen. Sprechen Sie neue oder stärker werdende Beschwerden beim Wasserlassen deshalb zeitnah in einer gynäkologischen Praxis an. 

So stellen Ärztinnen und Ärzte die Senkung fest

Am Anfang stehen ein ausführliches Gespräch und eine gynäkologische Untersuchung, bei der die Ärztin oder der Arzt die Scheide mit einem Spekulum einsieht. So beschreibt es die im Juni 2026 aktualisierte S3-Leitlinie zum Descensus genitalis, an der die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe federführend mitgearbeitet hat. Dazu kommen je nach Befund diese Untersuchungen: 

  • Fragebogen: Standardisierte Fragebögen erfassen Beschwerden an Blase, Darm und Beckenboden sowie Auswirkungen auf die Sexualität. 
  • Einordnung der Senkung: Das Ausmaß der Senkung beurteilt die Ärztin oder der Arzt standardisiert an einem festen Bezugspunkt. 
  • Restharnmessung: Nach dem Wasserlassen misst die Ärztin oder der Arzt, wie viel Urin in der Blase zurückbleibt. 
  • Ultraschall: Ein Ultraschall des Beckenbodens zeigt die Blasensenkung und die Beweglichkeit des Blasenhalses, manchmal kommt ein Ultraschall der Nieren hinzu. 
  • Weitere Bildgebung: In besonderen Fällen ergänzt eine dynamische Magnetresonanztomografie die Diagnostik. 

Bei Beschwerden beim Wasserlassen können eine Blasendruckmessung (Urodynamik) oder eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) die Untersuchung ergänzen. Beim Husten-Stresstest husten Sie mit gefüllter Blase kräftig, damit sich zeigt, ob dabei Urin abgeht. 

 

Der Ultraschall gehört zur Diagnostik einer Blasensenkung

Welche Behandlung hilft bei einer Blasensenkung?

Beckenbodentraining unter Anleitung kräftigt die Beckenbodenmuskulatur

Ob eine Blasensenkung behandelt werden muss, richtet sich vor allem nach Ihren Beschwerden und weniger danach, wie ausgeprägt sie ist. Macht eine Senkung kaum Beschwerden, brauchen Sie also nicht zwingend eine Behandlung. 

Die im Juni 2026 aktualisierte S3-Leitlinie nennt fünf Möglichkeiten, von der regelmäßigen Kontrolle über Training, Pessar und Hormonbehandlung bis zur Operation: 

Abwarten und regelmäßig kontrollieren

Die S3-Leitlinie nennt das regelmäßige Beobachten einer Blasensenkung ausdrücklich als eine Möglichkeit. Ein leichter Befund kann über lange Zeit stabil bleiben und sich nach ein paar Monaten oder Jahren sogar zurückbilden, zum Beispiel, wenn er nach einer Geburt entstanden ist. Er kann aber auch langsam fortschreiten. Regelmäßige gynäkologische Kontrollen zeigen, wie sich die Senkung entwickelt und ob eine Behandlung sinnvoll wird. 

Wie hilft Beckenbodentraining bei einer Senkung?

Gezielte Übungen können bei leichter bis mittelschwerer Senkung die Beschwerden lindern und manchmal verhindern, dass die Organe weiter absinken. Das gilt für die Grade 1 bis 3. Eine Wirkung kann nach einigen Wochen spürbar werden, sie stellt sich aber nicht bei allen ein. In Studien entschieden sich später drei bis zehn von 100 Frauen doch für eine Operation. Falsch ausgeführt, kann das Training Verspannungen und Schmerzen verursachen. 

Darum lohnt es sich, die Übungen in der Physiotherapie unter Anleitung zu lernen. Patientinnen und Patienten, die ihren Beckenboden schlecht spüren, können mit Biofeedback trainieren: Sensoren zeigen während der Übung an, wann die Muskulatur anspannt. Ergänzend kommen Biofeedback und Elektrostimulation zum Einsatz. 

Ein Pessar als Stütze von innen

Ein Pessar ist eine kleine Schale, ein Ring oder ein Würfel aus Gummi oder Silikon. Es sitzt in der Scheide und stützt die abgesunkenen Organe. Ein gut sitzendes Pessar kann Blasen- und Darmbeschwerden lindern, die Senkung selbst beseitigt es aber nicht. Welche Form und Größe passt, probiert die Ärztin oder der Arzt bei der Anpassung aus. Für den Alltag gilt: 

  • Wechsel: Wenn möglich, kommt ein Pessar zum Einsatz, das Sie täglich selbst einsetzen, entfernen und reinigen. Bestimmte Modelle können sechs bis acht Wochen in der Scheide bleiben, den Wechsel übernimmt dann die Praxis. 
  • Kontrolle: Je nach Situation gehen Sie alle vier bis zwölf Wochen zur Kontrolle. 
  • Mögliche Nebenwirkungen: Der Druck auf die Scheidenschleimhaut kann sie bis hin zu Geschwüren verändern, die schmerzen und bluten. Auch Entzündungen kommen vor, und manchmal erschwert ein Pessar den Stuhlgang. 
  • Vorbeugen: Um Nebenwirkungen vorzubeugen, sollte das Pessar gut sitzen. Wechseln und reinigen Sie es regelmäßig. Eine Gleitcreme erleichtert das Einführen. 

Wann kommt eine Hormonbehandlung infrage?

Die S3-Leitlinie zählt die Hormonbehandlung zu den Behandlungen ohne Operation. Tragen Sie nach den Wechseljahren ein Pessar, empfehlen Fachleute, die Scheidenschleimhaut mit einer Hormoncreme zu schützen, außer nach Brustkrebs oder einer Krebserkrankung der Geschlechtsorgane. Dass Hormoncremes die Senkungsbeschwerden selbst lindern, ist allerdings nicht belegt. Ob eine Hormonbehandlung für Sie infrage kommt und welches Präparat passt, klärt die gynäkologische Sprechstunde. 

Welche Operationen kommen infrage?

Eine Operation kommt infrage, wenn die Senkung sehr ausgeprägt ist oder Beckenbodentraining und Pessar nicht ausreichend helfen. Für eine Senkung im vorderen Bereich der Scheide nennt die Leitlinie unter anderem diese Verfahren: 

  • Vordere Scheidenplastik (Kolporrhaphie): Die Operateurin oder der Operateur rafft das gelockerte Bindegewebe zwischen Blase und Scheide mit Nähten und hebt die Blase so wieder an. Nach einer Scheidenplastik sind etwa 80 bis 90 von 100 Frauen zumindest vorübergehend frei von Beschwerden wie Blasenschwäche oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Nach einer vorderen Scheidenplastik mit Eigengewebe senkt sich die vordere Scheidenwand innerhalb von drei Jahren bei etwa 38 von 100 Frauen erneut ab. 
  • Operation mit Kunststoffnetz: Ein Netz zwischen Scheide und Blase senkt das Risiko, dass die Senkung wiederkommt. Ein Cochrane-Review vom April 2026 rechnet vor: Stellen Ärztinnen und Ärzte nach einer Netz-Operation bei 13 von 100 Frauen eine erneute Senkung fest, wären es ohne Netz 29 bis 58 von 100. Die Aussagekraft der Studien ist allerdings gering. Die meisten haben die Frauen nur ein bis zwei Jahre nachbeobachtet, und viele der untersuchten Netze haben die Hersteller inzwischen vom Markt genommen. Bei etwa fünf von 100 Frauen löst sich ein Netz. Ärztliche Fachgesellschaften empfehlen, mit Netzen zurückhaltend zu sein und sie eher Patientinnen und Patienten mit hohem Rückfallrisiko oder nach einem Rückfall anzubieten. 
  • Sakrokolpopexie: Ist zugleich die Gebärmutter oder das Ende der Scheide abgesunken, befestigt die Operateurin oder der Operateur die Scheide über ein Netz am Kreuzbein, auch in Schlüssellochtechnik. 

Verletzungen an Blase oder Darm treten bei der Scheidenplastik bei weniger als einer von 100 Frauen auf, außerdem sind Wundinfektionen und Verwachsungen möglich. Laut Leitlinie sollte das Aufklärungsgespräch mindestens 24 Stunden vor einer geplanten Operation stattfinden, damit Sie Vor- und Nachteile in Ruhe abwägen können. 

Blasensenkung in den Kliniken der St. Augustinus Gruppe behandeln lassen

Ob eine Blasensenkung behandelt werden muss und wie, klären in der St. Augustinus Gruppe der Fachbereich Gynäkologie und das Spezialgebiet Urogynäkologie gemeinsam. Im zertifizierten Kontinenz- und Beckenboden-Zentrum im Krankenhaus Neuwerk operieren Ärztinnen und Ärzte mit Qualifikation der Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion (AGUB). Bei Bedarf ziehen sie Fachleute der Chirurgie, Proktologie und Urologie hinzu. Eine gleichzeitige Harninkontinenz behandelt das Zentrum ebenfalls. In Neuss bietet die Klinik für Gynäkologie am Johanna Etienne Krankenhaus eine Inkontinenz-Sprechstunde mit Blasendruckmessung an und operiert Senkungen vaginal oder minimalinvasiv, unter anderem mit Sakrokolpopexie, vaginaler Plastik und sakrospinaler Fixation. Aus den Befunden aller Beteiligten entsteht ein gemeinsamer Behandlungsplan, der zu Ihren Beschwerden passt. 

Nach drei und nach zwölf Monaten prüfen wir im Kontinenz- und Beckenboden-Zentrum, wie stabil das Ergebnis ist. Beckenbodentraining mit Biofeedback verordnen wir Ihnen bei Bedarf direkt, und auf Wunsch vermitteln wir eine qualifizierte Physiotherapie. Ob Pessar, Training oder Operation: Welche Einschränkung im Alltag Sie zuerst loswerden möchten, bestimmt die Reihenfolge der Schritte. 

Im Gespräch entsteht ein Behandlungsplan, der zu Ihrem Alltag passt.

Kliniken der St. Augustinus Gruppe mit Schwerpunkt Gynäkologie

Wir beantworten Ihre Fragen rund um Blasensenkung

FAQ

Kann ich einer Blasensenkung vorbeugen?

Ob Sie eine Senkung sicher verhindern können, haben Studien bisher kaum untersucht. Ihren Beckenboden stärken und entlasten können Sie aber: Regelmäßiges Beckenbodentraining kräftigt die Muskeln im Becken, nach einer Geburt hilft zusätzlich die Rückbildungsgymnastik. Fachleute empfehlen außerdem, schwere Lasten zu meiden und chronischen Husten oder Verstopfung behandeln zu lassen. 

Welche Ärztin oder welcher Arzt ist bei einer Blasensenkung zuständig?

Erste Anlaufstelle ist die gynäkologische Praxis. Sie bestätigt die Diagnose, bestimmt den Grad und bespricht die Behandlungsmöglichkeiten. Auf ausgeprägte oder wiederkehrende Beschwerden sind Ärztinnen und Ärzte der Urogynäkologie spezialisiert. Liegt zugleich eine Darmsenkung vor, ziehen sie Fachleute der Proktologie hinzu. 

Kann ich mit einem Pessar Geschlechtsverkehr haben?

Sitzt das Pessar gut, beeinträchtigt es den Sex meist nicht und kann Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sogar lindern. Manche Pessare verhindern allerdings das Eindringen. Einige Modelle können Sie vor dem Sex herausnehmen. Welches Modell zu Ihnen passt, klären Sie am besten bei der Anpassung. 

Weitere Informationen zu Inkontinenz und Senkungen

Eine Ärztin hilft einer Patientin mit Dranginkontinenz.

Dranginkontinenz richtig behandeln

Hilfe bei Dranginkontinenz: Alles Wissenswerte zu Therapie und Behandlung finden Sie hier.

Dranginkontinenz

Eine Frau sucht ärztlichen Rat aufgrund einer Darmsenkung.

Was ist eine Darmsenkung?

Hilfe bei Darmsenkung: Erfahren Sie mehr über Behandlungsoptionen und Ursachen.

Darmsenkung

Eine Ärztin klärt über Belastungsinkontinenz auf.

Belastungsinkontinenz richtig behandeln

Hilfe bei Belastungsinkontinenz: Alles Wissenswerte zu Therapie und Behandlung finden Sie hier.

Belastungsinkontinenz