Bauchspeicheldrüsenkrebs

Anzeichen, Ursachen und Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Die Bauchspeicheldrüse spaltet Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße aus der Nahrung, sodass diese vom Darm aufgenommen werden können. Darüber hinaus produziert sie Hormone Insulin, Glukagon und Somatostation, die u. a. den Blutzuckerspiegel und Wachstumsvorgänge regulieren. Erkrankt die Bauchspeicheldrüse, so kann dies Auswirkungen auf die Nährstoffaufnahme sowie Stoffwechselprozesse im Körper nehmen. Wie bei anderen Krebserkrankungen erhalten Betroffene die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) oft als Zufallsbefund während einer Bauchuntersuchung, da Bauchspeicheldrüsenkrebs zunächst häufig keine Beschwerden verursacht. Darüber hinaus ähneln die ersten Anzeichen für Bauchspeicheldrüsenkrebs den Symptomen anderer Krankheitsbilder.

Jährlich erkranken etwa 19 000 Menschen in Deutschland an Bauchspeicheldrüsenkrebs an einem Tumor in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), dabei steigt das Risiko einer Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs mit zunehmendem Alter. Die Therapie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs hängt von der Art des Tumors, der Ausprägung sowie dem Gesundheitszustand der Patienten und Patientinnen ab. Zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, darunter eine Operation sowie Strahlen- oder Chemotherapie.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, was Bauchspeicheldrüsenkrebs ist und welche Auslöser und Ursachen möglich sind. Zudem erfahren Sie, wie Bauchspeicheldrüsenkrebs entsteht und welche Therapien Betroffene helfen können.

Was ist Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom, im allgemeinen Gebrauch auch Pankreaskrebs oder Pankreastumor) ist eine bösartige Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Man kann dabei drei Arten von Karzinomen abhängig vom Entstehungsort unterscheiden: das Pankreaskopfkarzinom, das im „Kopf“ der Bauchspeicheldrüse nahe dem Gallengang entsteht, sowie Tumore, die sich im exokrinen (Teil der Drüse, der die Verdauungsenzyme herstellt und absondert) und endokrinen (hormonproduzierenden Drüsenzellen der Bauchspeicheldrüse) Gewebe bilden.

Aufbau und Funktion der Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist ein lebenswichtiges Organ, das entscheidend an der Verdauung mitwirkt. Um seine Funktion erfüllen zu können, hat das Pankreas zwei Gewebe – das exokrine und das endokrine. Die exokrinen Drüsenzellen produzieren Verdauungsenzyme, die für die Aufschlüsselung und Zerkleinerung der Nahrung im Darm notwendig sind. Die endokrinen Drüsenzellen produzieren die lebensnotwendigen Hormone Insulin und Glukagon, die den Blutzuckerspiegel regulieren.

Die Bauchspeicheldrüse befindet sich unter dem Zwerchfell im hinteren Teil der Bauchhöhle und verläuft quer hinter dem Magen zwischen der Milz und dem Zwölffingerdarm. Insgesamt besteht sie aus drei Teilen:

  • Kopf: dickerer Abschnitt auf der rechten Seite, der sich um den Zwölffingerdarm schmiegt
  • Körper: Mittelstück zwischen Kopf und Schwanz, der die Wirbelsäule auf der Höhe des ersten und zweiten Lendenwirbels überquert
  • Schwanz: dünner Abschnitt auf der linken Seite, der sich bis zur Milz erstreckt

Je nachdem, in welchem Abschnitt sich der Pankreaskrebs befindet, lassen sich verschiedene Arten von Bauchspeicheldrüsenkrebs erkennen und bezeichnen.

Arten von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Je nachdem, wo und wie sich der Bauchspeicheldrüsenkrebs in der Bauchspeicheldrüse äußert, kann man verschiedene Arten von Krebs unterscheiden: Neben dem Pankreaskopfkarzinom unterteilt man Pankreastumore hauptsächlich in zwei Kategorien: exokrine und endokrine Tumoren. Bei 95 bis 100 Betroffenen handelt es sich um exokrine Pankreaskarzinome. Die häufigste Art des Pankreaskarzinoms ist das Adenokarzinom.

Um welche Tumorart es sich handelt, kann dadurch unterschieden werden, welche Drüsenzellen der Bauchspeicheldrüse betroffen sind. Beim exokrinen Pankreaskrebs hat der Tumor seinen Ursprung in den Zellen, die an der Verdauungssaftproduktion beteiligt sind. Hier wird zwischen drei Krebsarten unterschieden:

  1. Duktales Pankreaskarzinom: Das duktale Pankreaskarzinom sitzt derart in der Zelle, dass der Bauchspeicheldrüsenkrebs den Durchgang verschließt, durch den die Bauchspeicheldrüse die Verdauungssäfte in Richtung Dünndarm befördert.
  2. Acinäre Tumore: Beim acinären Tumor handelt es sich um eine seltene Tumorart, bei der sich die Bauchspeicheldrüsenzellen in bösartige Krebszellen verwandeln. So können sie ihre Aufgabe, Verdauungssäfte zu produzieren, nicht mehr wahrnehmen.
  3. Zystische Pankreastumore: Ein zystischer Pankreastumor wird häufig im Zuge einer Untersuchung des Bauchraums entdeckt, meist beim MRT oder CT. Diese Tumorart besitzt ein höheres Risiko, sich zu einem bösartigem Pankreaskarzinom zu entwickeln.

Der endokrine Pankreaskrebs, auch neuro-endokrine Pankreastumor, wiederum entsteht in den hormonproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Er kann sich langsam und lokal entwickeln oder rasch Metastasen in anderen Organen bilden.

Ursachen und Risikofaktoren von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Wie entsteht Bauchspeicheldrüsenkrebs? Es gibt verschiedene Auslöser und einige Risikofaktoren können die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs begünstigen:

Rauchen

Das aktive und passive Rauchen konnte als Risikofaktor für eine Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs nachgewiesen werden. Insbesondere starkes Rauchen kann den Cotinin-Wert erhöhen. Dieser als krebserregend geltende Stoff entsteht beim Abbau von Nikotin im Körper, wodurch Krebs entstehen kann.

Alkoholkonsum

Ein regelmäßiger und übermäßiger Alkoholkonsum kann Entzündungen der Bauchspeicheldrüse fördern. Chronische Entzündungen im Drüsengewebe der Bauchspeicheldrüse wiederum können ein optimaler Nährboden für Pankreastumore sein.

Adipositas

Auch Adipositas konnte als Risikofaktor für die Entwicklung von Tumoren in der Bauchspeicheldrüse belegt werden, denn starkes Übergewicht und Bauchfett können zur chronischen Entzündung des Pankreas beitragen. Aus diesem Grund erkranken fettleibige Menschen mit einem Body-Mass-Index über 30 häufiger an Pankreaskrebs als andere.

Vorerkrankungen

Patientinnen und Patienten, die bereits eine chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse aufweisen (Pankreatitis), besitzen ein höheres Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs, da die Entzündung das Drüsengewebe fortlaufend belastet.

Zuckerkrankheit

Diabetes mellitus Typ 2 belastet das Bauchspeicheldrüsengewebe ebenfalls, wodurch Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 öfter an einem Tumor in der Bauchspeicheldrüse erkranken als andere Menschen.

Familiäre Belastung

Auch familiäre Gewohnheiten können einen Einfluss auf eine Tumorerkrankung nehmen. Verwandte ersten Grades sind häufig ebenfalls von Bauchspeicheldrüsenkrebs betroffen. Allerdings könne auch ähnliche Lebensstile und Verhaltensweisen Einfluss auf die Krebserkrankung nehmen, etwas ein ungesunder Lebensstil oder hoher Fleischkonsum von geräucherten oder gegrillten Speisen.

Genetische Faktoren

Neben erworbener Risikofaktoren können auch genetische Faktoren eine Rolle spielen. Diese fallen zwar gering aus, dennoch können genetische Störungen wie das FAMMM-Syndrom (familiäres atypisches multiples Muttermal- und Melanom-Syndrom) oder das Tragen einer BRCA-2-Mutation das Risiko auf Bauchspeicheldrüsenkrebs steigern.

Doch was sind die ersten Anzeichen für Bauchspeicheldrüsenkrebs? Obwohl sich die Beschwerden beim Bauchspeicheldrüsenkrebs selten als eindeutige Symptome niederschlagen, können bestimmte Anzeichen dabei helfen, Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkennen.

Symptome: Beschwerden bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Frühsymptome bei Bauchspeicheldrüsenkrebs sind sehr selten. Unspezifische erste Anzeichen für Bauchspeicheldrüsenkrebs können diese Beschwerden sein:

  • Bauchschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Ungewollter Gewichtsverlust
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Gelbsucht
  • neu auftretender Diabetes

Eindeutige Symptome für Bauchspeicheldrüsenkrebs im Anfangsstadium treten bei den meisten Betroffenen nicht auf. Erst in einem fortgeschrittenen Stadium, wenn der Pankreastumor die Produktion der Verdauungsenzyme oder deren Abfluss in den Zwölffingerdarm behindert, werden die Anzeichen deutlicher. In diesem Stadium können sich bereits Metastasen in anderen Organen gebildet haben, etwa im Magen, dem Zwölffingerdarm, der Leber, dem Bauchfell oder den Lymphknoten. Insgesamt können auch in einem fortgeschrittenen Verlauf die ersten sichtbaren Symptome für Bauchspeicheldrüsenkrebs vielfältig sein:

  • Fettstühle: Der Stuhlgang zeichnet sich durch eine hellere Farbe als gewöhnlich aus und kann schmierig, klebrig oder glänzend sein.
  • Schmerzen und Verdauungsstörungen: Unspezifische Schmerzen und Verdauungsstörungen treten besonders beim exokrinen Pankreastumor auf, wenn er in benachbarte Organe hineinwächst oder diese zunehmend verdrängt.
  • Wasseransammlungen: Im Bauchraum können Wasseransammlungen auftreten.
  • Entzündungen: Entzündet sich die Bauchspeicheldrüse grundlos, kann dies ein Symptom für Bauchspeicheldrüsenkrebs sein.
  • Blutgerinnung: Eine gestörte Blutgerinnung kann ebenfalls ein Anzeichen für Pankreaskrebs sein. Durch diese können zusätzlich Thrombosen entstehen.
Das Bild zeigt einen Patienten mit Symptomen für Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Schmerzen als Anzeichen?

Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs können Schmerzen ein Anzeichen für die Krebserkrankung sein. Rund 80 Prozent der Betroffenen klagen über Schmerzen im Oberbauch oder im Rücken. Schmerzen im Oberbauch gehen meistens mit einem Druck- und Völlegefühl einher. Da sich die Bauchspeicheldrüse in unmittelbarer Nähe der Wirbelsäule befindet, können Erkrankungen des Organs auch zu Rückenschmerzen führen. Grund für die Schmerzen ist, dass das Pankreaskarzinom mehr Raum fordert und vor allem im Liegen auf andere Organe drückt – insbesondere nachts und in Rückenlage.

Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs

Diese Krebserkrankung entdecken Ärztinnen und Ärzte oftmals zufällig während einer Untersuchung im Bauchraum, weil die ersten Symptome für Bauchspeicheldrüsenkrebs im Anfangsstadium zu unspezifisch sind. Bei einem Verdacht auf ein Pankreaskarzinom können der Arzt bzw. die Ärztin Schritte zur Diagnose einleiten. Hier erfolgt zunächst eine Anamnese, bei der Patientinnen und Patienten Fragen zu Art, Dauer und Stärke der Beschwerden beantworten sowie Vorerkrankungen, die Einnahme von Medikamenten und ihre Lebensgewohnheiten darlegen. Zur eindeutigen Diagnose erfolgen anschließend verschiedene Untersuchungen:

  • körperliche Untersuchung (Abtasten)
  • Laboruntersuchungen
  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie)
  • endoskopische Ultraschalluntersuchung (Endosonographie)

Stellt der Arzt bzw. die Ärztin nach diesen Untersuchungen die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs, können bildgebende Untersuchungen Auskunft über den Fortschritt der Erkrankung geben:

  • Computertomographie (CT)
  • Röntgen der Lunge
  • Spiegelung (Endoskopie) des Magens und Zwölffingerdarms
  • endoskopische Darstellung des Pankreasgangs und der Gallengänge durch Röntgenaufnahmen (ERCP)
  • Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie, MRT)

Zuletzt kann eine Gewebepunktion (Biopsie) die Untersuchungen ergänzen.

Verlauf von Bauchspeicheldrüsenkrebs und Stadien

Wie der Verlauf einer Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs aussieht, hängt von der Form des Pankreastumors ab. Bei Krebserkrankungen werden daher vier Stadien unterschieden:

  1. Stadium: Der Tumor ist lokal auf die Bauchspeicheldrüse begrenzt.
  2. Stadium: Der Krebs wächst auf über vier Zentimeter. Bleibt er eher klein, können zusätzlich die Lymphknoten betroffen sein.
  3. Stadium: Das Pankreaskarzinom breitet sich aus und greift zunehmend auf Lymphknoten und Blutgefäße über.
  4. Stadium: Der Tumor in der Bauchspeicheldrüse ist nicht mehr lokal begrenzt, sondern bildet Metastasen in anderen Organen.

Am häufigsten streut Bauchspeicheldrüsenkrebs in die Leber, Lunge, Knochen und das sogenannte Bauchfell, z. B. beim Adenokarzinom, das sich rasch über Blutwege und Lymphbahnen im Körper ausbreitet. Obwohl die Prognose vergleichsweise ungünstig ist, stehen Patientinnen und Patienten verschiedene Behandlungen zur Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs zur Verfügung, z. B. Operationen, die größere Tumore entfernen können.

Therapie und Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Die Art der Behandlung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs hängt davon ab, wo und in welchem Stadium sich der Tumor im Pankreas befindet, welche Vorerkrankungen vorliegen und wie es um den Allgemeinzustand sowie den Wünschen des Patienten bzw. der Patientin steht.

  • Operation: Je nachdem, wo sich der Bauchspeicheldrüsenkrebs befindet, entnehmen Ärzte oder Ärztinnen während einer Operation entweder Teile oder die gesamte Bauchspeicheldrüse. Zusätzlich können Metastasen in anderen Organen entfernt werden. Da dem Körper anschließend das Organ fehlt, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren, sind Patientinnen und Patienten anschließend häufig auf das Spritzen von Insulin angewiesen.
  • Chemotherapie: Nach der erfolgreichen Operation folgt oft eine Chemotherapie, die das Risiko auf eine erneute Krebserkrankung reduzieren kann. Sie soll alle möglicherweise im Körper verbliebenen Krebszellen beseitigen, wodurch die Heilungschancen der Patientin bzw. des Patienten erhöht werden kann. Auch vor der Operation kann eine Chemotherapie sinnvoll sein, um den bestehenden Pankreaskrebs zu verkleinern, was wiederum das operative Entfernen erleichtert.
  • Strahlentherapie: Eine Strahlentherapie wirf häufig eingesetzt, wenn das Pankreaskarzinom operativ nicht mehr komplett entfernt werden kann. Unterstützend wird meist eine Chemotherapie durchgeführt.
  • Palliative Therapie: Sollte eine Operation bei Bauchspeicheldrüsenkrebs aufgrund zu vieler Metastasen nicht mehr möglich sein, gilt der Pankreaskrebs als unheilbar. In diesem Fall kann eine palliative Behandlung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs die Qualität der verbleibenden Lebenszeit und des Gesamtüberlebens für die Betroffenen erhöhen.
Das Bild zeigt einen Mann während der Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Vorbeugen von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Es gibt keine konkreten Vorbeugungsmaßnahmen, die speziell das Risiko, an Pankreaskrebs zu erkranken, minimieren. Es ist jedoch ratsam, die Risikofaktoren für Bauchspeicheldrüsenkrebs zu meiden und allgemein eine gesunde Lebensweise zu führen. Zu vermeidende Risikofaktoren sind z. B. Rauchen, Alkoholkonsum, unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht.

Symptome für Bauchspeicheldrüsenkrebs im Anfangsstadium zu erkennen, bleibt schwierig, denn Vorsorgeuntersuchungen, die Frühsymptome für einen Bauchspeicheldrüsenkrebs identifizieren könnten, gibt es nicht. Bestehen Beschwerden, die auf einen Pankreaskrebs hindeuten, sollte die Patientin bzw. der Patient medizinisches Fachpersonal aufsuchen. Denn je früher ein Pankreastumor entdeckt wird, desto höher fallen die Heilungschancen aus.

Lebenserwartung und Prognose bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Bauchspeicheldrüsenkrebs verursacht in frühen Stadien meist keine oder nur unspezifische Symptome, sodass sich das Pankreaskarzinom erst spät eindeutig identifizieren lässt. Dementsprechend ist die Prognose ungünstig: Die relative Fünf-Jahres-Überlebensrate liegt in Deutschland für beide Geschlechter bei 11 Prozent.

Vom Bauchspeicheldrüsenkrebs sind häufig Menschen im Alter ab 65 Jahren betroffen. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei Männern bei 72 Jahren und bei Frauen bei 76 Jahren. Die Heilungsrate von Pankreastumoren ist gering, ebenso wie die Überlebensrate in den ersten fünf Jahren nach der Diagnose. Unter allen Krebsarten zählt Pankreaskrebs zur vierthäufigsten Krebstodesursache sowohl unter Männern (7,5 Prozent) als auch Frauen (9,0 Prozent).

Die besten Heilungschancen bestehen, wenn die Symptome für den Bauchspeicheldrüsenkrebs im Anfangsstadium erkannt und behandelt werden. In diesem Fall ist der Krebs noch lokal begrenzt und kann mithilfe einer Operation, gefolgt von einer Chemotherapie, komplett entfernt werden. Zudem erhöht sich die Heilungschance, wenn es sich bei dem Tumor um einen endokrinen Pankreaskrebs handelt, der von den hormonproduzierenden Zellen ausgeht.

Das Bild zeigt eine Bauchspeicheldrüsenkrebs-Betroffene während der Therapie.

Bei der Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs den Experten vertrauen

Ein Arzt berät eine Betroffene zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Je früher eine Krebserkrankung erkannt und diagnostiziert wird, desto besser sind die Chancen, diesen erfolgreich zu behandeln. Daher ist es für Betroffene besonders wichtig, sich umfassend medizinisch beraten und helfen zu lassen. In den Kliniken der St. Augustinus Gruppe erhalten Patientinnen und Patienten ein breites Spektrum an Therapien zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Mit Expertise, Empathie und den neuesten medizinischen Diagnose- und Behandlungsstandards bei Bauchspeicheldrüsenkrebs stehen ihnen die Fachärztinnen und Fachärzte des Fachbereichs Tumortherapie zur Seite, sowohl bei der Diagnose als auch Behandlung einer Erkrankung mit Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Das Behandlungsspektrum umfasst die operative Entfernung von Krebszellen, die Strahlen- oder Chemotherapie sowie die medikamentöse Tumortherapie. Zur bestmöglichen Behandlung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs erhält jede Patientin und jeder Patient eine individuelle Therapie, die auf die jeweilige Art des Karzinoms, dessen Stadium sowie die körperliche Verfassung angepasst wird. Zudem herrscht zu jeder Zeit ein reger Austausch zwischen den einzelnen Fachrichtungen, wodurch den Patientinnen und Patienten stets Therapien von höchster Qualität geboten werden.

Kliniken der St. Augustinus Gruppe mit Schwerpunkt Tumortherapie


Wir beantworten Ihre Fragen zum Thema Bauchspeicheldrüsenkrebs

Was sind die ersten Anzeichen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Bauchspeicheldrüsenkrebs zeigt anfangs kaum eindeutige erste Symptome für die Erkrankung. Unspezifische Anzeichen für Bauchspeicheldrüsenkrebs können diese Beschwerden sein:

  • Bauchschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Gelbsucht
  • neu auftretender Diabetes
  • Appetitlosigkeit
  • Ungewollter Gewichtsverlust
  • Übelkeit und Erbrechen

Wie äußert sich Bauchspeicheldrüsenkrebs im Verlauf?

Die Symptome von Bauchspeicheldrüsenkrebs sind meist unspezifisch, Anzeichen gehen aber häufig mit Bauch- und Rückenschmerzen Hand in Hand. Im Verlauf der Krebserkrankung können noch Symptome wie fettiger Stuhlgang, unspezifische Schmerzen und Verdauungsstörungen – vor allem bei einem exokrinen Pankreastumor, wenn er in benachbarte Organe hineinwächst – Wasseransammlungen im Bauchraum, Entzündung der Bauchspeicheldrüse ohne geklärte Ursache oder eine gestörte Blutgerinnung sein.

Wie entsteht Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Die Ursachen für die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs sind bisher nicht bekannt. Folgende Risikofaktoren können allerdings Auslöser für Bauchspeicheldrüsenkrebs sein: Adipositas, Diabetes, Vorerkrankungen, familiäre Belastung und genetische Faktoren. Rauchen und hoher Alkoholkonsum bergen dabei das höchste Risiko.

Das sagen unsere Experten zum Thema Bauchspeicheldrüsenkrebs

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