Wurde eine histrionische Persönlichkeitsstörung nach ICD-10 (F60.4) diagnostiziert, leiten Therapeutinnen und Therapeuten die Behandlung ein. Diese konzentriert sich vor allem auf psychotherapeutische Ansätze, die darauf abzielen, tief verwurzelte Verhaltensmuster und emotionale Konflikte zu erkennen und zu verändern.
Die psychodynamische Psychotherapie kann dazu beitragen, dass Patientinnen und Patienten ihre Verhaltensweisen verstehen und modifizieren. Dabei lernen Menschen mit histrionischer Persönlichkeitsstörung beispielsweise im Umgang mit anderen Personen eine dramatische Kommunikation zu vermeiden und auf gesündere, weniger auf Aufmerksamkeit angewiesene Weise zu interagieren.
Ein weiteres Ziel der Therapie der histrionischen Persönlichkeitsstörung ist die Stabilisierung des Selbstwertgefühls der Patientinnen und Patienten. Indem sie lernen, ohne ständige externe Bestätigung auszukommen, entwickeln sie eine gesündere Autonomie, die ihnen hilft, stabilere Beziehungen zu führen und weniger von der Anerkennung anderer abhängig zu sein.
Das übergeordnete Ziel der Behandlung ist in der Regel die Aufarbeitung unbewusster Konflikte, um den Betroffenen zu helfen, stabile Beziehungen aufzubauen und emotionale Bedürfnisse auf eine weniger dramatische und gesündere Weise zu erfüllen.