Ziel der Behandlung einer Essstörung ist das Erlernen eines gesunden Essverhaltens. Zudem ist es für eine erfolgreiche Behandlung wichtig, körperliche und psychische Störungen sowie mögliche Begleiterkrankungen zu erkennen und diese zu behandeln. Sollten Betroffene soziale oder familiäre Probleme haben, werden sie während einer Therapie in diesem Bereich ebenfalls unterstützt.
Ein wichtiger Baustein der Behandlung ist die Psychotherapie, bei der Betroffene in Einzel- oder Gruppensitzungen mit Therapeutinnen und Therapeuten über seelische und zwischenmenschliche Probleme sprechen. Häufig werden Angehörige, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, in die Therapie einbezogen. Da es unterschiedliche Störungsbilder gibt, kommen verschiedene Formen der Psychotherapie in Betracht.
Vielen Betroffenen hilft eine kognitive Verhaltenstherapie, bei der sie üben, das Essverhalten zu ändern. Mithilfe einer Ernährungsberatung gewinnen Menschen mit Essstörungen außerdem die Kontrolle über ihr Essverhalten und erhalten Informationen über eine gesunde Ernährung. Diese kann je nach Bedarf in Kombination mit einer Bewegungstherapie angewendet werden.
Die Behandlung kann ambulant oder in einer Klinik stattfinden. Steht noch kein Therapieplatz zur Verfügung, kann die Behandlung übergangsweise zu Hause stattfinden. Hierbei helfen digital angeleitete verhaltenstherapeutische Übungen sowie Selbsthilfegruppen.