Das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-5-TR) sowie die International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (ICD-10) unterscheiden zwischen zehn Arten einer Persönlichkeitsstörung, die anhand definierter Kriterien diagnostiziert werden.
Insgesamt leben derzeit rund neun Prozent der Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung, wobei die meisten Störungen gleich häufig bei allen Geschlechtern auftreten, während die antisoziale Persönlichkeitsstörung dreimal häufiger männliche Personen betrifft. Darüber hinaus können die Arten von Persönlichkeitsstörungen in Phasen und einer variierenden Intensität auftreten. Bei den meisten Betroffenen verbessern sich diese im Laufe des Lebens.
Die zehn Arten der Persönlichkeitsstörungen werden in drei Cluster aufgeteilt:
- Cluster A (sonderbar, exzentrisch) enthält die paranoide, schizoide und schizotypische Persönlichkeitsstörung,
- Cluster B (dramatisch, emotional, launisch) die dissoziale, histrionische, narzisstische und Borderline-Persönlichkeitsstörung,
- Cluster C (ängstlich, furchtsam) die ängstlich-vermeidende, abhängige bzw. asthenische und die zwanghafte (anankastische) Persönlichkeitsstörung.
Diese Arten der Persönlichkeitsstörungen können einzeln oder auch als kombinierte Typen auftreten. Auch sind Begleiterkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen möglich.