St. Augustinus Gruppe schafft Stelle für Ethik im Unternehmen

Chefarzt Dr. Franz-Josef Esser übernimmt neue Aufgabe.

(03.08.2022) "Leiter Stabsstelle Ethikkomitee und palliativmedizinische Versorgung" – so lautet die neue Position von Dr. Franz-Josef Esser. Mehr als 17 Jahre war er Chefarzt der Anästhesie am Johanna Etienne Krankenhaus. Jetzt übernimmt der 63-Jährige eine neue Aufgabe in der St. Augustinus Gruppe, bei der sich weiterhin alles um den Menschen dreht: In seiner Funktion kann sich der Further nun hauptamtlich um die Themen rund um Grenzsituationen des menschlichen Lebens kümmern. „Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Ethikkomitees und der ethischen Arbeitsgruppen in den einzelnen Unternehmensbereichen werde ich daran arbeiten, die hilfreichen Instrumente, die wir im Ethikkomitee über die Jahre entwickelt haben, praxisnah in den Teams zu vermitteln und deren Anwendung und Durchdringung zu verbessern“, verspricht Franz-Josef Esser.

Denn ganz neu ist seine Aufgabe für den Mediziner nicht: Seit Gründung des einrichtungsübergreifenden Ethikkomitees der St. Augustinus Gruppe im Jahr 2008 ist er dessen Vorsitzender. In den Einrichtungen der Behindertenhilfe, der Seniorenhilfe, aber auch in den Krankenhäusern haben ethische Fragestellungen und gute Antworten darauf eine große Bedeutung. Dabei geht es unter anderem um ethische Beratung, Vorsorgeplanung sowie Sterbe- und Trauerkultur, aber auch um hochaktuelle Themen wie die Triage im Rahmen der Pandemie oder den Assistierten Suizid. Esser: „Wie als Anästhesist steht bei mir auch in der neuen Rolle der Mensch im Mittelpunkt. Mir ist es ganz wichtig, dass die Menschen, die sich uns anvertrauen, mit ihren Sorgen, Ängsten und Nöten wahrgenommen und respektiert werden, und dass sie durch die Fürsorge der Mitarbeitenden aufgefangen werden. Die Patienten sollen sich immer gut aufgehoben und zu keinem Zeitpunkt ihres Lebens allein gelassen fühlen.“

Bereits 2005 startete Franz-Josef Esser seine Karriere an der Further Klinik. Zuvor war er am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf und dann mehr als 14 Jahre an der Uniklinik Aachen tätig, zuletzt als Leitender Oberarzt. Im „Etienne“ konnte er zukunftsweisende Projekte auf den Weg bringen. So übte er von Beginn an über 15 Jahre die Funktion des OP-Koordinators aus, baute gemeinsam mit seinem Oberarzt Dr. Werner Moser und Pflegekräften die Schmerztherapie auf und war wesentlicher Motor für die Eröffnung der palliativmedizinischen Station im Oktober 2006, die als gemeinsames Projekt von Anästhesie und Innerer Medizin weiterhin Bestand hat. „Schon zu Beginn meiner Tätigkeit im ‚Etienne‘ habe ich mein Motto nach Goethe gewählt: ‚Wenn viele sich zur rechten Zeit zusammenfinden, dann kann das Werk gelingen.‘ Dieser Satz hat sich immer wieder bestätigt und prägt mich bis heute“, ist Dr. Esser überzeugt. Und auch als Leiter der neuen Stabsstelle gilt für ihn: „Ich bin durch und durch Teamplayer.“

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Suppenküche der St. Augustinus Gruppe blickt auf herausforderndes Jahr zurück

(21.12.2022) Der Bedarf ist in diesem Jahr noch einmal gewaltig gewachsen: In Spitzenzeiten warteten 70 Männer und Frauen auf eine warme Mahlzeit der Suppenküche vor dem Haus St. Agnes an der Nordkanalallee – jeden Tag. „Die Folgen des Krieges in der Ukraine sind auch bei uns deutlich zu spüren“, sagt Magdalena Hackl, Geschäftsführerin der Behindertenhilfe der St. Augustinus Gruppe, die die Suppenküche gemeinsam mit der Seniorenhilfe und dem Alexius/Josef Krankenhaus betreibt. Trotz Energiekrise und gestiegener Lebensmittelpreise ist das Team an 365 Tagen im Jahr für die Menschen in Not da. 22 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind täglich im Einsatz.

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Assistierter Suizid: St. Augustinus Gruppe stellt Positionspapier vor

(21.11.2022) Als das Bundesverfassungsgericht am Aschermittwoch 2020 den Strafgesetzbuch-Paragraphen 217 für verfassungswidrig erklärte, war dies ein Paukenschlag: Das Recht auf selbstbestimmtes Sterben schließe auch das Recht ein, hierzu die Hilfe Dritter in Anspruch zu nehmen. Das beschränkt sich nicht auf bestimmte Motive wie schwere Krankheiten, sondern sei in jeder Phase menschlicher Existenz zuzulassen.

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Augustinus Forum zum Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine

(10.11.2022) Es war ein emotionaler Moment, als zum Ende des Augustinus Forums die Hymne der Ukraine in der Mehrzweckhalle des Alexius/Josef Krankenhauses erklang. Ein Streichquartett der Musikschule Neuss spielte zunächst die ukrainische und dann die Europahymne – rund 350 Zuhörerinnen und Zuhörer standen und applaudierten anschließend anhaltend.

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