Die Frage, wann eine Operation der Bandscheiben sinnvoll ist, lässt sich also nicht pauschal beantworten, sondern hängt vom Verlauf und von den Beschwerden ab. In den meisten Fällen beginnt die Behandlung ohne Skalpell. Erst wenn die Beschwerden trotz konsequenter konservativer Behandlung seit mindestens sechs bis zwölf Wochen anhalten oder sogar zunehmen, kommt ein Eingriff überhaupt in Betracht.
Von diesem Grundsatz gibt es allerdings eine wichtige Ausnahme: Bei einem Notfall dürfen Sie nicht abwarten. In seltenen Fällen drückt der Vorfall so stark auf die Nervenwurzeln, dass ein Cauda-equina-Syndrom entsteht und sofort operiert werden muss, um bleibende Schäden zu vermeiden. Zu den Warnsignalen zählen:
- eine zunehmende Lähmung oder Kraftlosigkeit im Bein
- eine Taubheit im Bereich von Gesäß, Damm und Innenseite der Oberschenkel
- Probleme beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang